Ingwerreste, Möhrenstückchen, Kaffeesatz: Wie du Biomüll nutzen kannst

Egal wie, wo oder was wir kochen – wir produzieren Abfall: Kohlrabiblätter, Apfelkitschen, Ingwerreste, Möhrenenden. Weil wir nichts anderes gewohnt sind, schmeißen wir die Schalen und Enden in den Müll. Muss das sein?

Foto: zettberlin / photocase.de

Von wegen, Abfall! Foto: zettberlin / photocase.de

Nein. Es gibt viele Möglichkeiten, seinen (vermeintlichen) Biomüll anders zu verwerten. Natürlich ist es ungewohnt, Obst- und Gemüsereste, Schalen und Wurzeln zu verwerten oder sogar zu essen. Doch, das sollte nur eine Frage der Gewohnheit sein. ze.tt hat folgende Tipps:

Schalen mitessen

Die einfachste und naheliegendste Möglichkeit ist, den vermeintlichen Abfall einfach essen. Es gibt viele Schalen und Enden, die wir großzügig wegschneiden – obwohl sie essbar sind. Mit der Voraussetzung, dass das Obst und Gemüse ohne Pestizide angebaut wurde.

 [Außerdem bei ze.tt: Viele Schalen von Obst können wir mitessen]

Wenn wir uns dem bewusst werden, können wir die Gewohnheit durchbrechen und einfach mal die Schale mitessen. Rote Beete, Birne, Apfel, Kiwi, Khaki, Möhre, Orange – bei all diesen Sorten können wir uns das Schälen sparen.

Oder wir verarbeiten die Überbleibsel zu neuen Köstlichkeiten. Kartoffel- oder Rote Beete Schalen eignen sich beispielsweise sehr gut zur Herstellung von Chips.

Garten anlegen

Wir kennen es alle: Wenn die Speisezwiebel lange liegt, sprießt mit der Zeit ein grüner Sprössling aus dem Gemüse. Das ist kein Müll, das ist ein Zeichen der natürlichen Vegetation. Genauso können wir es bei Ingwer, Kartoffel, Knoblauch und weiteren Sorten beobachten.

Anstatt die Triebe wegzuschmeißen, können wir sie nutzen, um daraus neue Pflänzchen zu ziehen. Einfach das weiße Endstück vom Lauch, Frühlingszwiebel, Schalotten und Fenchel in einen Behälter mit etwas Wasser legen und ihn auf die Fensterbank stellen. Wichtig ist, nicht das ganze Ende zu ertränken, sondern nur die Wurzeln feucht zu halten. Schon nach drei bis fünf Tage sollten die ersten Triebe zu erkennen sein.

Auch Ingwer lässt sich leicht aus Resten ziehen:

Kompost bauen

Der Kompost war bisher ein stinkender Haufen in Omas Garten. Mithilfe der japanischen Bokashi-Methode funktioniert der Kompost nun auch ohne Gestank, Garten und viel Aufwand. Rohe und gekochte Reste in kleineren Mengen wandeln sich im geschlossenen Bokashi-Eimer mithilfe von Mirkoorganismen innerhalb von ein bis zwei Monatem zu fruchtbarer Erde. Die nötigen Requisiten sind im Internet erhältlich oder können selbst gebaut werden. 

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Kosmetika herstellen und Pilze züchten

Kaffeesatz ist wirklich viel zu schade, um in der Tonne zu landen! Es lassen sich viele nützliche Dinge produzieren – Peeling zum Beispiel. Oder Pilze. Das Internet bietet dazu viele Anleitungen und Vorschläge zur eigenen Eigenproduktion. Dann heißt es: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

Gemüsebrühe aus Abfall

Aus Schalen und anderen Gemüseresten lässt sich auch Brühe herstellen. Gemüsige Überbleibsel können einfach eingefroren werden. Zu beachten ist, dass keine Strünke, Schimmelspuren und Nachtschattengewächse darunter sind. Wenn genug zusammen gekommen ist, muss Masse mit Wasser und Gewürzen in einem Topf aufgekocht und gesiebt werden – wie eine normale Gemüsesuppe.

 [Außerdem bei ze.tt: Kaffee zum Mitnehmen war gestern – trink ’ne Brühe!]

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