Instant Games: Wenn euch Ruhe lieb ist, solltet ihr den Facebook Messenger deinstallieren

Facebook hat 17 Spiele für seine Nachrichten-App veröffentlicht. Das bedeutet nichts Gutes für alle, denen Achtsamkeit und Ruhe lieb sind.

Screenshot: Facebook

Facebook erweitert den Messenger um sogenannte Instant Games. Screenshot: Facebook

Wisst ihr noch, damals, als ständig „Candy Crush“-Anfragen in den Facebook-Benachrichtigungen aufploppten? Bittere Zeiten waren das, aber wir haben sie überstanden.

Zumindest vorübergehend.

Denn wie auch Plateauschuhe irgendwann ihr Revival feierten (Warum, Gott, warum?!), kehren jetzt die nervigen Spielanfragen in Mark Zuckerbergs Social Network zurück. Nicht auf Facebook direkt, sondern in Facebooks Messenger-App, die weltweit circa eine Milliarde Menschen installiert haben.

Am Dienstag veröffentlichte Facebook 17 Spiele, die sich sowohl auf iOS- und Android-Geräten per Fingerzeig als auch am Desktop mit Mausklicks zocken lassen. In 30 Ländern gingen die sogenannten Instant Games live, natürlich auch in Deutschland.

Im Chat-Fenster findet ihr jetzt einen Gamecontroller-Button, über den ihr in die virtuelle Spielhalle eintreten, spielen und eure Freund*innen mit Benachrichtigungen mit aktuellen Scores zuspammen könnt.

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In Zukunft werdet ihr euch darauf einstellen müssen, statt netter Nachrichten bloß doofe Spiel-Infos zu bekommen. Der werte Kollege Florian zeigt, auf welche Hölle wir gefasst sein müssen. Tolle Wurst. Danke für nichts, Flo.

Neu ist keines der Spielkonzepte, entweder geht’s ums Knobeln oder um Geschicklichkeit. Aber hey, ein paar der Titel machen auch Spaß und sogar süchtig. Zugegeben. Vor allem diese fünf:

Templar 2048

Aus Jungen werden Bauern werden Ritter werden bessere Ritter: Durch verschieben von Plattformen züchtet ihr nach und nach ein kleines Heer heran, bis kein Platz mehr auf dem überschaubaren Spielfeld ist. Je mehr Ritter sich am Schluss auf der Plattform befinden, desto höher steigt die Punktzahl. Macht supersüchtig.

Shuffle Cats Mini

Die alten Ägypter haben sie verehrt, die Hipster haben sie zu ihren Lieblingstieren erkoren. Aber es soll auch Menschen geben, die können Katzen auf den Tod nicht ausstehen. All die können ihre Wut in „Shuffle Cats Mini“ auslassen, darin müssen Spielende Karten mit Katzenbildern abschießen.

Pac-Man

Wer die Urstunden des Gamings verpasst hat, kann sie nun nachholen. Nur wer es beherrscht, sich als Pac-Man durch ein Labyrinth zu fessen und dabei alles Obst zu verputzen, ohne von Geistern plattgemacht zu werden, darf sich Gamer*in nennen.

Hex FRVR

In einem großen Hexagon müssen so viele farbige Formen untergebracht werden, wie nur irgendmöglich. Klingt easy-peasy, ist aber sehr tricky und besonders für die langweiligen Momente des Lebens (Warten im Einwohnermeldeamt, öde Vorlesungen, Anstandsbesuch bei Familienmitglieder [hier fällt euch sicher ein Name ein] …) eine gelungene Denkherausforderung.

Endless Lake

Vielleicht um Achtsamkeits-Anhänger*innen gnädig zu stimmen, hat Facebook auch ein Spiel ins Sortiment aufgenommen, das zunächst sehr beruhigend wirkt. Zu spährischen Klängen springt man in „Endless Lake“ als fröhliches Wesen durch die Gegend. Aber lasst euch nicht täuschen: Auch dieses Game macht süchtig. Und reibt die Nerven auf. Vor allem, wenn Kollege Flo mal wieder besser darin ist, wie er heiter im Facebook Messenger verkündet. Gnah.