Italienischer Wirt gab Rabatt, weil sich Kinder gut im Restaurant benahmen

Ein Preisnachlass, wenn Kinder während des Restaurantbesuchs brav bleiben: Für diese Idee sollte der Wirt eine Auszeichnung bekommen.

Brave Kinder essen günstiger. © Flickr | cc by-sa 2.0

Warum ist da nicht schon früher jemand drauf gekommen? Ein Restaurant- und Weinbarbesitzer in Italien hatte wohl die Schnauze voll von den lauten Kinderschreien und hat sich eine kluge Taktik überlegt, um das zu verhindern. Antonio Ferrari gibt allen Eltern, deren Kinder sich in seiner Gaststätte in Padua im Norden Italiens gut benehmen, einen fünfprozentigen Rabatt auf die Rechnungssumme.

Die Idee kam Ferrari, als ihm eine elfköpfige Familie in seinem Restaurant auffiel. Während sich die Erwachsenen unterhielten, beschäftigten sich die insgesamt fünf Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren ruhig und malten in Malbüchern. „Es war toll zu sehen, wie die Familie miteinander interagierte, mit so einer Gelassenheit“, erzählt Ferrari. Er war so beeindruckt, dass er ihnen einen Preisnachlass gewährte.

Ein Foto der Rechnung mit dem Preisabzug stellte er auf Facebook, dazu schrieb er: „Es passiert so selten“.

Capita così di rado!

Posted by Antonio Afcv Ferrari on Sunday, February 12, 2017

Seit zwölf Jahren leitet Ferrari das Lokal, aber gut erzogene Kinder würde er nicht oft sehen. „Manchmal klettern sie sogar mit Schuhen auf die Tische, spielen in den Toilettenräumen und richten da eine Schweinerei an oder sie nerven die anderen Gäste. Sie glauben, sie könnten alles tun“, sagt er zu The Local.

Statt persönlich zu gratulieren, entschied Ferrari sich für einen Preisnachlass. Eine ähnliche Aktion hatte er in einer Bar in Miami erlebt.

Das Ereignis sei vor allem in Italien durch sämtliche Medien gewandert. „Vielleicht, weil italienische Lokale eigentlich besser für ihre raffinierten Preisaufschläge bekannt sind“, sagt Ferrari. Den Rabatt würde er zwar auf jeden Fall nochmal vergeben, eine offizielle Verkaufsaktion möchte er allerdings nicht daraus machen, denn das „ist nicht der Punkt.“

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