Japan: Roboter wird Creative Director

Wall-E und R2D2 können einpacken, hier kommt AI-CD β. 

© McCann

Er ist cooler als Wall-E, denn er hat eine Festanstellung. © McCann

„Das ganze Unternehmen unterstützt die Entwicklung unseres AI-Mitarbeiters zu 100 Prozent“, sagt Yasuyuki Katagi, Chef der japanischen Werbe- und Marketingagentur McCann gegenüber der Technik-Plattform springwise. Der von der Firma selbst entwickelte Roboter sei nicht nur an Teammeetings und Projektplanung beteiligt, sondern trage auch einen eigenen Mitarbeitertitel: AI-CD β ist Creative Director.

Der Roboter soll beim Finden neuer Werbeformate unterstützen, Input bei laufenden Projekten geben und Werbe-Datensätze auswerten. Dass er selbst die beste Werbung für sein Unternehmen ist, ahnt er wahrscheinlich nicht.

[Außerdem bei ze.tt: Können Roboter die Liebe retten?]

AI-CD β könne, so schreibt es springwise mit Bezug auf eine Mitteilung von McCann, deutlich mehr vergangene Werbekampagnen auswerten als seine menschlichen Kollegen und kann ihnen so helfen, gleichzeitig neue zu entwickeln.

Yasuyuki Katagi sagt: “Künstliche Intelligenz wird schon benutzt, um unterschiedlichste Arten des Entertainments, inklusive Musik, Filme und TV-Produktionen, zu kreieren, deshalb sind wir enthusiastisch über das Potenzial von AI-CD β für die Zukunft des Werbemachens.“ Was der Roboter davon hält, spricht der Agenturchef leider nicht an. Zumindest aber durfte der Creative Director schon an der Begrüßungszeremonie für neue Mitarbeiter teilnehmen.