Junge erschießt sich unabsichtlich bei Selfie

Selfiemachen ist gefährlich. Im nordindischen Bundesstaat Punjab posierte ein Schüler mit der Waffe seines Vaters für ein Selfie und drückte unabsichtlich ab. Es war nicht der erste Unfall dieser Art.

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Die Polizei sagt, die Waffe wäre nicht gesichert gewesen. © inkje/photocase.de

Vergangenen Freitag wollte Ramandeep Singh ein Selfie mit dem Revolver seines Vaters machen – und drückte dabei versehentlich den Abzug. Der 15 Jahre alte Schüler wurde ins örtliche Krankenhaus in Pathankot eingeliefert, wo er am Sonntag an seinen schweren Kopfverletzungen verstarb.

„Die Familie befindet sich in einem Schockzustand“, berichtet der Polizeipräsident von Pathankot, Rakesh Kaushal, der BBC Hindi. Laut Aussagen der Familie hätte sich der Junge beim Selfiemachen mit der Pistole seines Vaters verletzt. Die Polizei untersuchen derzeit, was genau passiert ist, macht aber den Vater für den Vorfall zum Teil verantwortlich: Er hatte die Waffe zu Hause unversperrt und geladen gelagert.

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Es war nicht der erste tödliche Unfall in Indien, der durch ein Selfie verursacht ist. Vergangenen Januar starb ein Jugendlicher in der südlichen Stadt Chennai (Madras) auf den Bahngleisen, weil er ein Selfie mit einem fahrenden Zug machen wollte. In Mumbai ertrank ein 18 Jahre altes Mädchen beim Posieren im Meer. Die Polizei legte daraufhin 16 No Selfie-Zonen in der Stadt fest, um weitere Unfälle dieser Art zu verhindern.