Kennst du diese Fun Facts zur Zeitumstellung?

Schon wieder wird an der Uhr gedreht – und zwar nach vorne. Am Sonntag haben wir alle eine Stunde weniger Zeit zum Ausschlafen oder zum Quatschen. Für diese fünf kuriosen Fakten zur Zeitumstellung sollte es aber reichen.

Eine Stunde nach vorne bitte! In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt. © AFP/Getty Images

Eine Stunde nach vorne bitte! In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt. © AFP/Getty Images

1. Typisch Deutschland: Auch die Zeitumstellung ist gesetzlich geregelt.

Nicht sicher, ob wir hier den Zeitumstellungs-Beauftragten der Bundesregierung sehen … Quelle: Giphy

Seit 2008 regelt das „Zeitgesetz“ Sommerzeit und Winterzeit in Deutschland. Vorsicht: Wer sich nicht an die Vorgaben des Gesetzes hält und zum Beispiel Rechnungen mutmaßlich falsch datiert, handelt sich eine Ordnungswidrigkeit ein, und muss mit einem Bußgeld rechnen.

2. In der Woche nach der Umstellung gibt es mehr Unfälle.

Danach sagte er: Ohne Zeitumstellung wäre das nie passiert!
Später sagte er: „Ohne Zeitumstellung wäre das nie passiert!“ Quelle: Giphy

Hängen wir am Montag mit dem Kopf wirklich noch eine Stunde hinterher? Die Unfallstatistik gibt Grund zur der Vermutung: Der Auto Club Europa (ACE) konnte in den Vorjahren bis zu 30 Prozent mehr Unfälle in der Woche nach der Zeitumstellung beobachten.

3. Auch die Kühe sind fertig mit den Nerven.

So manche Kuh ist durch die Zeitumstellung schon in eine handfeste Identitätskrise geraten.
So manche Kuh ist durch die Zeitumstellung schon in eine handfeste Identitätskrise geraten. Quelle: Giphy

So ein Kuh-Leben ist nicht leicht: Jeden Tag will der Bauer melken, und plötzlich will er das eine Stunde früher oder später als sonst. Das hält doch keine Kuh aus! Die Zeitumstellung bringt den Rythmus der zartbesaiteten Rindviecher durcheinander, unterschiedliche Melkzeiten stoßen ihnen sauer auf. Bis zu eine Woche lang geben Kühe nach der Zeitumstellung weniger Milch als normal.

4. Was ist noch doofer als die Sommerzeit? Die Hochsommerzeit!

Der Hochsommer hat eine eigene Uhrzeit verdient.
Der Hochsommer hat eine eigene Uhrzeit verdient. Quelle: Giphy

Oma und Opa hatten schon ein paar merkwürdige Ideen: Zwischen 1947 und 1949 gab es in Deutschland nicht nur Winterzeit und Sommerzeit, sondern auch die Hochsommerzeit, in der eine weitere Stunde vorgestellt wurde. Statt zweimal die Uhr umzustellen, wurde in der Nachkriegszeit also viermal die Uhr umgestellt. So sollte das Licht der langen Tage im Hochsommer besser ausgenutzt werden.

Mit Gründung der Bundesrepublik verabschiedeten wir uns dann wieder von der Hochsommerzeit, und kamen bis 1980 auch ohne die Sommerzeit gut zurecht. Dann führten Bundesrepublik und DDR 1980 die Sommerzeit gleichzeitig ein, ihre Begründung: In der Ölkrise sollte so Energie gespart werden.

[Außerdem auf ze.tt: So wurde 1913 Weihnachten gefeiert]

5. Ha, ihr Hater, die Zeitumstellung spart doch Energie ein!

Wie viel noch mal genau? Details, lasst uns ist nicht drüber reden.
Wie viel noch mal genau? Details, lasst uns ist nicht drüber reden. Quelle: Giphy

Der nationale Stromverbrauch spart sich zwar nur 0,21 Prozent im Jahr, wie ein aktuelles Gutachten für den Bundestag beobachten konnte. Abgeschafft wird die Zeitumstellung in naher Zukunft aber nicht. Die CDU hatte 2014 die Abschaffung der Zeitumstellung ins Parteiprogramm aufgenommen. Die endgültige Entscheidung liegt aber bei der Europäischen Union, und der gefällt die „harmonische europäische Zeitordnung“ ganz gut.