Kleines Budget, trotzdem hacke: So sieht deine Firmenweihnachtsfeier aus – laut Statistik

Bist du schon in heller Vorfreude auf das ausgelassene Besäufnisse mit Kollegen und Chefs? Statistiken zeigen: Zwar wird deine Firmenfeier aller Wahrscheinlichkeit nach mit kleinerem Budget auskommen müssen als sonst, betrunken bist du danach trotzdem.

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Langweilig und Low-Budget oder die große Flirt-Sause? So sieht deine Betriebsfeier zu Weihnachten aus. oli_ok / photocase.de.

Weihnachten ist bloß noch drei Wochen entfernt, und auf dem Schreibtisch stapeln sich die Last-minute-Aufgaben. Wie nervig. Zum Glück setzen Unternehmen mit Weihnachtspartys dem Stress einen süffigen Ausgleich entgegen. Ein Blick auf Umfragen zeigt: Die Feierei könnte dieses Jahr in den meisten Fällen schmaler ausfallen als sonst.

Geschenke kannst du dir abschminken

Die Zeiten netter Gesten scheinen vorbei zu sein. Wie eine weltweite Umfrage der Society for Human Ressources Management (SHRM) zeigt, werden dieses Jahr nur noch 23 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern Geschenke machen. 2013 gab’s noch in 32 Prozent der Betriebe Give-aways auf den Schreibtisch. Auch in Sachen Alkohol tendieren Betriebe zu mehr Maßregelung: Auf 59 Prozent der weltweiten Weihnachtsfeiern wird dieses Jahr Alkohol ausgeschenkt. 47 Prozent der Unternehmen wollen dabei darauf achten, dass nicht zu viel Stoff getankt wird.

Deine Weihnachtsfeier steigt nicht im Büro

Insgesamt nimmt die Zahl der Firmenfeiern laut SHRM-Umfrage ab: Zwar lassen es 65 Prozent der Betriebe dieses Jahr krachen – 2012 waren es allerdings 72 Prozent, 1998 noch 83 Prozent. Grund für den Abwärtstrend ist nicht etwa Lustlosigkeit, sondern die Finanzkrise. Für Partys steht immer weniger Budget zur Verfügung. In 67 Prozent der von der SHRM befragten Unternehmen reicht die Kohle trotzdem noch, um das Büro Büro sein zu lassen und auswärts feiern zu gehen.

 

Früher war mehr Lametta

In Deutschland dürften die Weihnachtsfeiern dieses Jahr insgesamt lahmer als bisher daherkommen. Ein neues Gesetz sorgt dafür, dass Unternehmen bei Feiern weniger Budget pro Mitarbeiter zur Verfügung steht. Arbeitgeber können nur noch 92,44 Euro netto (110 Euro brutto) für Essen, Drinks oder Geschenke auf den Kopf hauen. Denn sobald die Ausgaben diesen Betrag überschreiten, fallen Steuern und eventuell Sozialabgaben an. Vereinzelt nimmt auch die Flüchtlingskrise Einfluss auf Weihnachtspartys: Laut Deutscher Presse-Agentur sagt beispielsweise Adidas die Feierei komplett ab. Der Klamottenhersteller spendet lieber eine halbe Million Euro an Hilfsprojekte für Flüchtlinge.

Für viele deiner Kollegen ist die Party a pain in the ass

Während du dich auftakelst, um vor Kollegen und Vorgesetzten dazustehen wie eine Eins, kratzt ein beachtlicher Teil deines Büros voraussichtlich lieber die Kurve: Laut einer Umfrage aus 2014 hat ein Viertel der Belegschaft deutscher Unternehmen keinen Bock auf die Weihnachtsfeierei – weder im Betrieb noch in Vereinen.

Du lässt dich trotzdem volllaufen

Wie wir wissen, lässt sich selbst mit 92,44 Euro in der Tasche gut über den Durst trinken. Und das passiert auch: Eine neue GfK-Umfrage im Auftrag der Apotheken Umschau zeigt, dass annähernd jeder dritte Bundesbürger schon mal auf einer Weihnachtsparty deutlich mehr getrunken hat als angebracht gewesen wäre. Kerle sind offenbar eher zum Kontrollverlust bereit: 39,5 Prozent der Männer gaben an, schon mal über die Stränge geschlagen zu haben. Bei den Frauen waren’s nur 17,5 Prozent. Für den übermäßigen Alkoholkonsum ist nach Ansicht eines US-Psychologen übrigens nicht unbedingt die schöne Atmosphäre verantwortlich: 2011 attestierte Harris Stratyner auf Basis einer Studie, es würde immer mehr getrunken, weil die (US-)Arbeitssituation immer schwieriger würde.

Knutschen? ▢ Ja ▢ Nein ▣ Vielleicht

Das entspannte Rumhängen mit Kollegen mag die einen oder den anderen zum Flirten verleiten. Was statistisch aus vorweihnachtlichen Anmachversuchen wird, lässt sich allerdings nicht genau sagen. Die Single-Börse ElitePartner kam 2012 zu dem Ergebnis, dass knapp die Hälfte der Befragten nicht mit Kollegen knutschen würden. Aber hey, Statistiken wissen auch nicht alles.