Krawalle in Bautzen: Rechte und Geflüchtete gehen aufeinander los

Am Mittwochabend gingen in der sächsischen Kleinstadt Bautzen 100 Menschen aufeinander los.

Nach Angaben der sächsischen Polizei standen am Mittwochabend rund 80 gewaltbereite Männer und Frauen, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden, 20 Asylbewerber*innen gegenüber. Zwischen den beiden Gruppen soll es, so Zeug*innen gegenüber der Polizei, nach anfänglichen verbalen Auseinandersetzungen zu gewalttätigen Übergriffen gekommen sein. Um wen es sich bei den Zeug*innen handelt, ist unklar.

Etwa 100 Polizist*innen konnten die Krawalle auf dem Bautzener Kornmarkt auflösen. Die Beamt*innen seien dabei aber mit Flaschen und Holzlatten aus Reihen der Asylsuchenden beworfen wurden.

Bautzens Bürgermeister äußert Entsetzen auf Facebook

Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens zeigte sich „entsetzt und sehr besorgt“ über den Zusammenstoß, schrieb er auf Facebook. Die Polizei und das Ordnungsamt sollen auf dem Platz in der Innenstadt zukünftig stärkere Präsenz zeigen, zudem sollen Sozialarbeiter eingesetzt werden.

Immer wieder Krawalle in Bautzen

In den vergangenen Monaten ist es in der 41.000-Einwohner-Stadt immer wieder zu Konflikten zwischen Asylsuchenden und Anwohner*innen gekommen. Im Februar wurde in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft von Asylgegner*innen ein Feuer gelegt und die Löscharbeiten behindert. Im März wurde Bundespräsident Gauck in der Stadt als „Volksverräter“ beschimpft.