Leben mit dem Nötigsten: Ist Minimalismus ein Trend?

Weniger ist mehr: für viele Leute wird dieser Spruch zum neuen Lebensmotto. Warum manche Menschen beginnen, auf unnötigen Besitz oder Konsum zu verzichten – und minimalistisch leben.

© picture alliance

Geht auch: leeres Zimmer. © picture alliance

Doch was macht den Trend zum Minimalismus wirklich aus? Und ist es mehr, als nur ein Trend?

Wie wäre wohl ein Leben ohne Auto, Computer oder sogar Wohnung? Für viele ist das kaum vorstellbar. Andere hingegen sehen darin die wirkliche Erfüllung. Denn sie probieren ihr Leben so weit es geht zu vereinfachen.

Minimalisten nennen sich die Menschen, die lieber verzichten, als zu konsumieren. Fotos, Bücher, CD- alles weg. Luxusgüter und ein Berg voll Kleidung? Sinnlos.

Einfach mal loslassen

Vom Leben aus dem Koffer bis hin zum bewussten Umgang mit Konsum: Minimalismus findet viele Formen. Einige verweigern alles Materielle. Andere stehen dem Konsum generell kritisch gegenüber.

Den Trend zeichnet aber vor allem aus, dass man sich bewusst darüber wird, was wirklich gebraucht wird und was nicht. Dazu gehören neben Gegenständen auch alter Ballast im Kopf. Das hat oft mit einer Veränderung im Leben zu tun.

Die Pioniere unter den Aussteigern

Während die meisten Minimalisten auf unnötigen Konsum verzichten, gehen andere sogar noch einen Schritt weiter. Die Rentnerin Heidemarie Schwermer lebt nur aus dem Koffer und hat kein Dach mehr über dem Kopf. Zum Schlafen kommt sie bei Freunden unter. Über das Leben der Rentnerin gibt es sogar eine Dokumentation, die ihre Entscheidung für ein Leben ohne Saus und Braus dokumentiert.

Minimalismus: Wirklich ein Trend?

Über den Trend Minimalismus gibt es mittlerweile zahlreiche Dokumentationen und Blogs. Dass das Thema immer mehr Anklang findet, zeigen auch die steigenden Nutzerzahlen in entsprechenden Gruppen bei sozialen Netzwerken.

Was den Trend Minimalismus wirklich ausmacht und warum das Modell auch in der Kritik steht hat detektor.fm-Moderator Alexander Hertel mit Bernd Vonhoff, dem Vorsitzenden des Berufsverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen, besprochen.