Ab jetzt geht es für Amerikaner nur noch bergab

Der liebste Monat der Amerikaner ist der Mai, was für eine Überraschung. Den August mögen sie nicht; Januar und Februar hassen sie total. Ich mag den August. Und wen bezahlt man eigentlich, um so etwas herauszufinden?

© Henning Bagger/AFP/Getty Images

Amerikaner mögen eigentlich nichts. Außer Mai. Und ein bisschen Oktober. © Henning Bagger/AFP/Getty Images

Gerade flatterte die Meldung herein: Den August finden die Amerikaner doof. Das liegt daran, dass sich im total überhitzten Sommer alle hoffnungslos überarbeitet haben, schreibt die Washington Post. Im August haben sie die Schnauze voll; der Congress nimmt sich dann frei. Wobei ein Monat, in dem dem Politik nicht arbeitet, ja eigentlich ein guter Monat ist. Oder nicht? Versteh einer die Amerikaner.

In der deutschen Politik dauert die Sommerpause sogar zwei Monate, von Juli bis August. Das nutzen dann Leute wie Ex-Generalbundesanwalt Harald Range, um nervige Journalisten zu nerven. Das kann aber tierisch ins Auge gehen und diesen August findet Range jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr so gelungen. Gelernt: Je mehr die anderen sich langweilen, desto mehr lustige Aktionen kommen dabei raus.

Ich mag den August. Die Heide blüht, die Politiker reden mit ihren Kindern statt mit mit Journalisten, es ist warm und stellt im August sich Regen ein, so regnet’s Honig und guten Wein. Sagt die Bauernregel. Für den 8. August, und der ist ja bald, gilt übrigens: Ist’s an Domini sehr heiß, wird der Winter lang und weiß. Da reden wir dann nochmal drüber.

Die US-Daten sind jedenfalls zehn Jahre alt und wahrscheinlich ist den Amis gerade so warm und langweilig, dass sie wieder darüber diskutieren müssen. Dabei können sie die kalten Monate Januar, Februar und März erst recht nicht leiden. Der arme Februar. Dabei ist das doch der Pralinen-Rosen-Dating-Monat! Valentinstag! Rot-rosa Herzchen in allen Geschäften! Ich versteh’s nicht, ehrlich.

Was ist da bloß mit dem Februar los? Quelle: Wonkblog der Washington Post.com
Was ist da bloß mit dem Februar los? Quelle: Wonkblog der Washington Post.com

Ein bisschen lieber noch haben die Amerikaner den November. Kein Wunder: In diesem Monat endet der US-Wahlkampf, yay, der nervt ja jetzt schon wie Spekulatius im September. Ich würde den Februar übrigens viel lieber mögen, wenn ich dann schon Marshmallows für die Grillsaison bekäme. Auch wenn die ungegrillt ziemlich eklig sind, aber das ist eine andere Geschichte.

So. Und weil ich auch gern dafür bezahlt werden will, herauszufinden, welche Monate beliebt sind und welche sich lieber nicht mehr auf den Schulhof trauen sollten: Bitteschön. Stimmt fleißig ab, sonst kann ich mir im September keinen Federweißer leisten.

Und was ist dein Lieblingsmonat?

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