Logger in Jogger – das sind unsere Lieblings-Rumhäng-Hosen

Zum Tag der Jogginghose zeigen euch die ze.tt-Redakteur*innen ihre privaten Kuschelhosen.

Das sind die ze.tt-Jogginhosen-Models (von links oben, nach rechts unten): Marieke, Mark, Florian, Susanne, Josefine, Tessa, Philipp, Andrea. © ze.tt "Collage"

Seicht gleiten die baumwollnen Hosenbeine über die Sofaecke direkt unter die Kuscheldecke und dann – Entspannung. Nichts lässt uns wohler fühlen, als das Ablegen von Mode und dem Anziehen der stoffgewordenen Bequemlichkeit in Form unserer Jogginghose. Wir bei ze.tt haben den Casual Saturday eingeläutet und präsentieren euch unsere Lieblingsmodelle. Et voilà.

Flo:
Frei nach Jil Sander: In dieser Hose feel ich mich einfach super comfortable. Überall bin ich damit well dressed – ob in working situations, im Berghain oder in der Umkleidekabine of the local Fußballverein.

The Haptik dieser sportlichen Jogginghose verleiht mir das sichere Gefühl, right-here-right-now zu sein. Als problembewusster Mensch von heute kann ich diese Sachen, diese refined Qualitäten mit Spirit – eben genau diese Sachen, auch appreciaten. In dieser Hose fühle ich mich contemporary, habe das future-Denken.

Tessa:
Dieses Modell ist die klassische “Bei-nem-Freund-ausgeliehen-und-nie-wieder-zurück-gegeben”-Variante. Man bekommt sie aus Mitleid in die Hand gedrückt, um nicht zu overdressed für den Power-Netflix-Abend zu sein. Kaum reingeschlüpft, schon breitet sich ein wohliges Hier-bin-ich-daheim-Gefühl aus.

Fast wie der Geruch von Plätzchen an Weihnachten. Am Ende des Serienworkouts ist man mit der Hose per Du und der Fakt, dass sie fremdes Eigentum ist, vergessen. Aber mein, dein – das sind ja eh bürgerliche Kategorien. Als wäre es das Natürlichste auf der ganzen Welt, geht man am Ende des Abends damit nach Hause. Zack feddich, Hose adoptiert.

 

Philipp:
Hier sehen Sie ein typisches „Hahaha-ich-bewege-mich-heute-sicher-nicht-mehr-aus-dem Haus-was-glaubst-du-eigentlich?“-Modell in einem schönen „Ist-mir-doch-egal“-Grau. Unten schön eng, damit keine kalte Luft reinschlüpft, dafür im Schritt übermäßig weit für ein unvergleichbares Freiheitsgefühl. Um dieses zu maximieren, empfiehlt sich das Tragen von ehrlicher Nacktheit darunter. Einmal erworben wird sie in kürzester Zeit eines der wertvollsten Kleidungsbe-, nein, Besitztümer sein, die man jemals besessen hat oder besitzen wird. Die Hose im verschnittenen Aladdin-Style passt farblich zu sämtlichen Oberteilen, da ohnehin alles egal ist. Passendste Tätigkeit: sehr hart rumgammeln, wohlfühlen.

 

Susanne:
Die Hose ist perfekt zum Klettern: An den Beinen hat sie Bündchen. So verheddere ich mich nicht im Stoff, wenn ich meine Füße auf einem schmalen Sims neu sortieren muss. Gleichzeitig ist sie aber oben schön weit und ich kann mein Bein gut bewegen, um auch noch entfernte oder sehr hoch liegende Tritte zu erreichen. Nachteil: In dem Outfit würde sogar der Po von Kim Kardashian verschwinden. Macht aber nichts: Der Klettergurt zieht den Stoff dann doch wieder ziemlich eng an. Noch ein Plus: Die Taschen haben Reißverschlüsse. So kann nichts aus Versehen rausfallen und aus 15 Metern Höhe auf den Boden knallen.

 

Josie:
Ich trage Jogger minimalistisch. Aka: Ich habe keine extra Jogginghose. Die auf dem Bild trage ich im Winter zu Hause und im Sommer normal zum Outfit. Ich hab noch nie im Leben eine Jogginghose selbst gekauft. Das Geld war mir immer zu schade.

Als Kind habe ich die Jogger meiner großen Schwester bekommen, jetzt staube ich mal eine beim Kleidertausch oder von Freundinnen ab. Ich versuche generell so wenig Klamotten wie möglich und selten etwas doppelt zu kaufen. Ursprünglich war diese Hose sicher nicht als Jogginghose gemeint, aber wen interessiert’s? Hauptsache lässig!

 

Mark:
Wenn ich ergooglen möchte, welcher Gattung meine Jogginghose angehört, lässt mich die vermaledeite Suchmaschine im Stich: Es könnte sich sowohl um Jogger oder Sweatpants, als auch um Sportpants handeln, ich kann die Modelle beim besten Willen nicht unterscheiden. Das sagt womöglich auch alles über meine Sweatjoggersportpanthosen-Nutzung aus: selten bis gar nicht. Aber eben das macht das Pantsweatsportjogger-Anziehen immer wieder zum Erlebnis. Wenn ich sie trage, dann richtig: den ganzen Tag, auch nachts, dazu dicke Wollsocken, und nach einem Wochenende kleben tausend kleine Chipskrümel darauf. Sweatjoggerpantsport-licious!

 

Andrea:
Ja, ich weiß, ich hab ein bisschen geschummelt. Oder wie ich es drehen würde: die Definition von Jogginghose etwas ausgeweitet. Diese Hose ist nämlich genauso bequem. Mit ihr kann ich in einem nahtlosen Übergang vom Büroschreibtisch auf die heimische Couch fallen. Mit dem Stretch-Bund lässt sie auch schön viel Platz für ein riesiges Mittagessen mit Nachtisch und ein paar Snacks hinterher.

Man könnte mir jetzt vorwerfen, dass man darin aber kein Sport machen könne. Aber auch da hab ich natürlich eine Ausrede parat: Das Schwimmbad ist mein Metier. Und da kann ich mit einer „richtigen“ Jogginghose auch nichts anfangen. Mein Ziel ist es also eher, mich möglichst bequem durch den Arbeits- und Unialltag zu mogeln.

Marieke:
Hip-Hop-Hooray! Ich trage Jogginghosen in Anlehnung an mein 14-jähriges Ich, das sich sehr zu Baggies, Cappies und Streetball hingezogen fühlte. Raus aus der engen Stoffhose, rein ins weite Flatterhöschen, gibt mir die Jogger am Ende eines Tages, garniert mit dicken Wollsocken unterm Fußbund, das ultimative Gefühl von Heimeligkeit. Das heißt nicht, dass ich damit nur netflixe und rumlungere. Meine Jogginghose ist ein aktiver Allrounder, der mal mit mir die Küche malert, joggen geht oder dann doch Sonntagabend ’ne Stulle isst.

 Viel Spaß beim rumgammeln!

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