Pegida-Gründer Lutz Bachmann geht mit gutem Beispiel voran – und wandert aus

Bachmann fühlt sich offenbar in Deutschland nicht mehr sicher. Er verlässt das Land und arbeitet auf Teneriffa.

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Da ist die Tür! Äh... ihr geht nicht? Na gut, dann gehe ich. Ciao! © dpa

In der Sonne Spaniens lässt sich gut die Seele baumeln. Das denkt sich scheinbar auch Lutz Bachmann, seines Zeichens Pegida-Gründer und Urheber so einiger widerlicher Sprüche und Fotos.

Der 43-jährige soll schon seit Monaten auf Teneriffa arbeiten, wie die Kolleg*innen der Sächsischen Zeitung berichten. Seine ehemalige Partnerin Tatjana Festerling, die nach einem Streit mit Bachmann aus der Pegida-Führung ausstieg, veröffentlichte per Facebook-Kommentar die brisante Botschaft: Bachmann verlege gerade seinen Lebensmittelpunkt auf die Kanareninsel und komme zu den Montagsdemonstrationen von Pegida nur noch alle zwei Wochen nach Dresden.

Am vergangenen Montag habe er tatsächlich auf der Demo gefehlt.

„Jetzt ist Polen offen“

Bachmann fühlt sich angegriffen. In einer Videobotschaft teilt er mit: „Mir platzt gerade der Arsch.“ In Deutschland seien er und seine Familie nicht mehr sicher. Sie seien verfolgt worden, es habe vier Einbruchsversuche innerhalb von zwei Monaten gegeben, sein Fahrzeug sei – übertrieben gesagt – „in die Luft gesprengt“ worden. Seine Frau befinde sich seit Monaten in psychologischer Behandlung. Sobald es um die Sicherheit seiner Familie gehe, sei Polen nunmal offen, sagt er.

Der Rest ist klassisches Mimimi: Festerling wisse genau, dass das der Grund sei, wieso die Familie schon einmal im Mai umgezogen sei. Und sie wisse auch, warum Bachmann seit rund vier Monaten auf Teneriffa arbeite. „Ich habe einen guten Mann gefunden, der mich bezahlt, dort zu sein“, erzählt er in seinem Video. Es gehe seine ehemalige Mitstreiterin aber „einen Scheißdreck an“, was bei ihm abgehe.

Wie auch immer: Auf Teneriffa könnten Bachmanns Taten sogar einmal Gutes bewirken. Laut Sächsische Zeitung bietet er von dort aus nämlich Dienstleistungen für auswanderungswillige Deutsche an. Man darf also hoffen, die Pegida-Anhänger*innen nehmen dieses Angebot zahlreich an und folgen seinem Beispiel.