Meine 40-Stunden-Woche: Interview mit dem Neurochirurgen Ralf Hempelmann

Ralf Hempelmann ist Neurochirurg. Wenn er das Messer ansetzt, dann am Gehirn, an der Wirbelsäule oder am Rückenmark. Ein Gespräch über Faschisten, Verantwortungsbewusstsein und darüber, was tröstet, wenn ein Leben zu Ende geht.

© Romy Geßner

Der Neurochirurg Dr. Hempelmann am Mikroskop. © Romy Geßner

Sie sind Experte unter anderem für Gehirne. Wenn ich mich im Moment so durch Facebook scrolle und unfassbar bekloppte Kommentare lese, dann frage ich mich, warum in manchen Gehirnen so wahnsinnig wenig steckt und in anderen so viel?
Das weiß ich auch nicht. Wenn man sich das Herz eines Spitzensportlers anguckt, dann kann man mit Sicherheit sehen, dass es größer ist oder besser durchblutet, als das eines untrainierten Menschen. Aber gesunde Gehirne sehen von außen immer ähnlich aus, obwohl sie funktionell so verschieden sind. Und auch die Anzahl der Hirnzellen ist meines Wissens überwiegend bei allen Menschen vergleichbar. Ein Faschist hat nicht weniger Hirnzellen als Einstein oder als meine Wenigkeit. Ich kann die Frage fachlich nicht beantworten und ich weiß auch nicht, ob es überhaupt einen Neurologen oder Neurochirurgen gibt, der das kann. Die Funktionalität des Gehirns ist mit Sicherheit genetisch beeinflusst und es ist sicher auch eine Frage von Erziehung. Aber woran es genau liegt, ob einer ein einfacher Mensch ist oder ein Genie, weiß man nicht und ich möchte fast sagen: Zum Glück weiß man es nicht.

Letzten Sommer hatte ich ganz schlimmen Liebeskummer. Damals habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich aus Kopf, Herz und Bauch bestehe. Der Kopf denkt, das Herz fühlt und der Bauch – keine Ahnung – der gibt dir irgendwie ein Bauchgefühl und Intuition. Wenn ich Ihnen so gegenüber sitze, dann denke ich allerdings, dass mein Bauch und mein Herz am Ende doch irgendwie nur an meinem Gehirn hängen und eigentlich nicht mehr als die Verlängerung meines Kopfes sind. Oder?
Ja, am Ende stimmt das irgendwie. Aber Sie haben Ihr Gehirn eben auch nicht, ohne die ganzen anderen Organe. Wenn Sie in gewissen Momenten Herzschmerzen haben, dann geschieht das nicht nur, weil sich die Herzkranzgefäße verengen, was bei Ihnen als junger Frau eher nicht passieren würde. In tiefer Trauer tut das Herz tatsächlich weh. Die Liebe, das Empfinden einem anderen Menschen gegenüber, kommt ursprünglich aber aus dem Gehirn, denn das ist neben dem Denken auch für die Emotionen zuständig. Aber ohne die ganzen anderen Organe können Sie mit der Liebe eben auch nichts anfangen. Ich persönlich bin ein Freund davon, die Dinge ganz-körperlich zu betrachten und ehrlich gesagt habe ich Bedenken vor Ärzten, die den Körper nicht als Ganzes sehen.

Salopp formuliert schnippeln Sie am Gehirn und am Rückenmark rum. Da darf so ziemlich nichts schief gehen. Sind Sie eigentlich besonders intelligent oder besonders geschickt?
Weder noch. Natürlich, ohne einen gewissen Grad an Intelligenz geht es nicht in dem Beruf. Und ohne einen gewissen Grad an Geschicklichkeit auch nicht. Aber ich glaube, das, was ich gelernt habe, das können viele andere meines Intelligenzgrads auch – und meiner ist höchstens leicht überdurchschnittlich. Aber das wirklich Wichtige ist die Begeisterung – wie in jedem Beruf. Ich bin extrem begeisterungsfähig, was meinen Job angeht. Und ich bin sehr fleißig. Ich glaube das ist meine eigentliche Stärke.

Aber bei aller Begeisterung und bei allem Fleiß: Sie sind einfach immer in den absoluten Gefahrenzonen unterwegs. Was sind Sie für ein Typ Mensch, der dieses Risiko und diesen Druck eingeht?
Wenn ich mich selber einschätzen soll, würde ich sagen, dass ich ein besonders vorsichtiger Mensch bin. Und irgendwie auch ein ängstlicher Mensch. Ich habe Angst, einen Menschen zu verletzen. Und deswegen bin ich besonders gründlich. Und ich bin auch ein gläubiger Mensch. Wenn ich mich nur auf mich selber verlasse, dann sehe ich mich als verlassen an. Ich bete vor jeder Operation zu Gott und bitte, dass alles gut geht. Ich kenne viele Kollegen, die das tun. Einer zum Beispiel, hasst es, beim Händewaschen gestört zu werden, weil es sein Ritual ist, dabei für die Operation zu beten. Und darüber hinaus bin ich ein sehr ehrlicher Mensch. Ich sage den Menschen, was wir erreichen können und was nicht. Dann hilft es, wenn Patienten optimistisch an die Sache ran gehen. Und am Ende gehört auch immer ein bisschen Glück dazu.

Aber gerade wenn Sie doch so ängstlich sind, sollte man doch meinen, dass vielleicht ein weniger gefährlicher Teil vom Körper vielleicht geeigneter für Sie wäre.
Aber manche müssen doch auch diese OPs machen und ich kann das. Das ist das, was ich gelernt habe. Dazu kommt, dass es mir persönlich Spaß macht, Verantwortung zu übernehmen. Ich liebe Menschen, die Verantwortung übernehmen und zu dem stehen, was sie tun. Auch, wenn mal was schief gelaufen ist. Ich glaube, man sollte sehr klar wissen, was man kann und vor allem auch, was man nicht kann. Wenn ich mir Dinge nicht zutraue, dann muss ich einen Kollege bitten, die OP zu machen oder wir machen sie zusammen. Das kommt nicht so oft vor, aber wenn es so ist, dann ist das so. Ich mache nichts, was ich mir nicht zutraue.

Ich habe ein anderes Interview mit einem bekannten Neurochirurgen gelesen, der gesagt hat, dass es in keinem anderen Fach so nah beisammen liegt, sich an einem Tag wie der große King zu fühlen und am anderen wie die kleinste Wurst. Würden Sie das auch sagen?
Das stimmt. Du kannst dich ganz klein und elend fühlen und gleichzeitig kannst du Großes schaffen. Aber das trifft auch auf andere Chirurgen zu und auch auf andere Berufe, wenn ich zum Beispiel an Physiker denke oder an Leute, die in einem Kernkraftwerk arbeiten oder auch Piloten. Letztlich trifft es auf jeden Beruf zu und nicht nur auf diese vermeintlich ganz hochgestochenen. Ich glaube, es ist nie gut, etwas auf die leichte Schulter zu nehmen.

Ihr Job setzt ein hohes Maß an Perfektion voraus. Wenn man in seinem Job so tadellos sein muss, wie reagieren Sie dann im Privaten, wenn andere Menschen schluderig sind?
Als Operateur bin ich ein Perfektionist. Das wird jeder hier in der Klinik bestätigen und da schäme ich mich auch nicht für. Aber wenn ich das Krankenhaus verlasse, bin ich total froh, den Perfektionismus ablegen zu können. Wenn Sie meinen Schreibtisch zu Hause sehen oder mit meiner Frau reden würden, dann wüssten Sie, dass ich kein wirklicher Perfektionist bin und man mir eigentlich ständig hinterher laufen muss, um mich selber ein bisschen perfekter zu machen.

© Romy Geßner
© Romy Geßner

Können Sie eigentlich abends vor einer OP auch mal ein Bier trinken oder ist das komplett verboten?
Ja, ich kann das schon, aber ich mache das fast nie. Ich bin da sehr streng mit mir. Ich gehe dann auch sehr früh ins Bett. Da bin ich pedantisch mit mir selber. Ich gönne mir keine kurze Nacht vor einer OP.

Machen Sie das für sich oder für den Patienten?
Für beide. Ich muss es durchhalten und fit sein und das will ich für den Patienten.

Und wenn Sie mal einen schlechten Tag haben?
Manchmal denke ich morgens, dass ich die Treppen von der S-Bahn nicht hoch komme – das geht doch jedem mal so. Aber es ist ganz komisch: Sobald ich im OP stehe, bin ich dann ein anderer Mensch.

Und Selbstzweifel?
Ich habe ständig Selbstzweifel. Ich denke immer, dass ich zu wenig weiß und noch mehr lesen und lernen muss. Aber im OP kenne ich keine Selbstzweifel. Da habe ich völlige Ruhe mit mir.

Wie lange dauern Ihre OPs?
Das ist unterschiedlich. Eine Bandscheiben-OP dauert circa 45 Minuten. Eine Halswirbelsäulen-Bandscheibenoperation dauert etwas über eine Stunde. Bei mir dauert das aber auch mal fünf oder zehn Minuten länger. Niemand in diesem Haus wird mich jemals hetzen und mir erzählen, ich muss schneller werden oder mehr schaffen. Als ich ein junger Arzt war, hat ein Kollege zu mir gesagt „Da liegt ja ein Mensch drunter, der hat sein Leben und seine Gesundheit komplett in deine Hände gelegt.“ Ich wäre für mich selber ein Unmensch, wenn ich mich da hetzen lassen würde. Und die wirklich großen und komplexen Wirbelsäulenstabilisierungs- und -begradigungs-OPs, die können auch mal sieben Stunden dauern.

Essen Sie dann während der OP?
Nein, nie. Früher habe ich sieben Stunden ohne alles operiert, auch ohne Trinken. Heute weiß ich, dass man sich wie ein neuer Mensch fühlt, wenn man mal eben einen Schluck aus dem Strohhalm nimmt. Aber wenn ich operiere, habe ich keine Bedürfnisse. Ich bin dann einfach nur auf eine Sache konzentriert.

Aber wenn Sie dann fertig sind, fallen Sie in die Ecke?
Ja, da ist man dann schon mal ein bisschen erschöpft. An solchen Tagen habe ich meine Arbeit mit Bravour hinter mich gebracht und meine Frau hat einen Mann zu Hause, mit dem sie gar nichts mehr anfangen kann. Das ist das Schicksal von manchen Ehefrauen und Ehemännern von Ärzten und Ärztinnen.

Wissen Sie noch, wie es sich angefühlt hat, das erste Mal in einen „lebenden“ Kopf rein zu bohren?
Ja, das weiß ich noch genau. Das werde ich auch nie vergessen. Achten Sie mal drauf: Viele Ärzte haben Angst vor dem Wort Angst. Ärzte sagen maximal „Da habe ich Respekt vor.“ Aber ich kann Ihnen sagen, dass ich vor meiner ersten OP wirklich Angst hatte. Ich hatte Angst, was kaputt zu machen. Man fängt tatsächlich bei den Kopfoperationen mit einem Bohrloch an. Und was kann man bei dieser Art von Bohrloch falsch machen? Eigentlich nicht so viel, höchstens die Hirnhaut verletzen. Das war meine Angst, obwohl das eigentlich auch keine Katastrophe gewesen wäre.

Ich habe neulich mein Badezimmerregal angebohrt, 8mm-Bohrer. In der Wand war Luft und ich kam gefühlt im Wohnzimmer wieder raus. Wie viel Spielraum gibt es beim Kopf?
8 mm vielleicht – ich hoffe, ich sage nichts falsches. Aber eine Schädelkalotte ist in etwa so dick. Man muss halt richtig durch sein. Aber wenn man die Hirnhaut sieht, sollte man dann aufhören zu bohren.

Was ist heute die größte Angst in Ihrem Job?
Als neurochirurgischer Wirbelsäulenchirurg – und das ist jetzt meine Haupttätigkeit – ist meine größte Angst, jemanden querschnittsgelähmt zu machen. Je höher, umso schlimmer und solche OPs machen wir sehr häufig. Die Gefahr ist einfach da, abzurutschen und auf das Rückenmark zu prellen. Deswegen, wenn ich bei meinen OPs am Rückenmark angekommen bin, dann sage ich das vorher immer noch mal – obwohl alle im OP sowieso Bescheid wissen. Die wissen dann schon, Hempelmann macht jetzt seine Ansage, aber niemand ist genervt: „Keiner berührt den Tisch. Niemand berührt mich und meine Hände. Niemand berührt den Schlauch vom Sauger.“ Erst dann mache ich weiter und bislang ist es gottlob immer gut gegangen. Ich möchte irgendwann in den Ruhestand gehen und sagen können, ich habe nie jemanden querschnittgelähmt gemacht. Aber ich kläre jeden meiner Patienten auf: Ich sage, das und das kann passieren. Es ist mir noch nie passiert, aber, Sie könnten der Erste sein.

© Romy Geßner
© Romy Geßner

Das kann jetzt nur hoch hypothetisch sein: Ich wünsche Ihnen aus tiefsten Herzen „Ihren“ Ruhestand. Aber wenn es Ihnen doch passiert, was ist dann?
Dann darf man keinen Bogen um den Patienten machen. Dann darf man nicht feige sein. Ich verspreche jedem Patienten die Ehrlichkeit und dann muss ich ehrlich sein und sagen, was mir passiert ist. Ich muss mich entschuldigen. Das alles ist dann meine Verantwortung. Und mein Arbeitgeber wird dann auch Verantwortung für mich übernehmen. Ich als Arzt darf dann erwarten, dass der dann hinter mir steht und wir gemeinsam alles tun, was wir für den Patienten tun können – und auch für mich. Es gibt bei uns eine gute Kultur, mit Fehlern oder Komplikationen umzugehen. Ob mir das dann am Ende aber helfen würde, um wirklich seelisch durch die Sache durch zu kommen, weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn ich eine komplette Querschnittslähmung herbeiführe – was mir bitte, bitte niemals passieren möge – ich meinen Beruf nicht mehr ausüben könnte. Es kann sein, dass ich es dann einfach nicht mehr kann.

In Ihren vorherigen Stellen haben Sie viel mit Gehirntumorpatienten gearbeitet. Da ist der Feind dann nicht die Lähmung sondern der Tod. Zerplatzt man nicht als Arzt innerlich, wenn man sagen muss: „Ich kann nichts mehr für Sie tun.“?
Nein, denn das sage ich nie. Ich kann immer etwas für solche Leute tun. Als Arzt bin ich nicht nur Lebensretter. Die wenigsten Ärzte sind das. Ich kann vielleicht ihr Leben nicht retten, aber ich kann ihre Schmerzen behandeln, ich kann ihr Leben verlängern, ich kann ihre Angst nehmen und ich kann sie trösten.

Aber wie tröstet man Menschen, die sterben werden?
Das hört sich vielleicht alles für Sie komisch an: Erstens, indem man freundlich zu ihnen ist. Indem man ihnen verspricht, alles ordentlich zu behandeln und ehrlich mit ihnen zu sein. Die Leute wissen, dass sie sterben werden. Der Trost ist unter anderem der, dass man sagt, gegen ihre Schmerzen werden wir was tun. Und sie können immer hier her kommen, wenn irgendwas ist. Ich kenne oder kannte viele Menschen, die alle drei Monate zu mir zur Kontrolle kamen. Die kommen zum Termin und wenn ich sage, es ist nichts Neues da, dann gehen sie komplett beglückt nach Hause – für die nächsten drei Monate. Und irgendwann kommen sie nicht mehr. Diese Patienten kann man wirklich begleiten. Da kann man wahrhaftig Arzt sein.

Macht es Sie betroffen, wenn dann jemand stirbt?
Ja, klar. Wenn ich nicht betroffen wäre, dann wäre ich glaube ich nicht der Arzt, der ich sein möchte. Aber mitheulen darf man nicht. Da muss man sich beherrschen, wie ein Politiker, der eine fürchterliche Katastrophe kommentieren muss. Man muss da schon „der Starke“ bleiben. Der starke Arzt, der an die Hand nimmt und begleitet.

Wie sagt man Ihnen für Ihre Arbeit „Danke“?
Das Wort „Danke“ reicht dafür völlig aus. Man sieht am Gesicht, was das für ein „Danke“ ist. Und da siehst du dann auch, wie schön dieser Beruf ist. Ein Beispiel kann ich Ihnen erzählen: Ein junger Mann kam zu mir. Er hatte von Geburt an eine gewisse psychische und körperliche Behinderung und hatte nun einen großen Tumor im Wirbelkanal, neben dem Rückenmark. Er hatte fürchterliche Angst und ganz schreckliche Schmerzen. Der Junge hatte Angst vor dem Krankenhaus, vor der OP, vor uns. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie konnte ich ihn erreichen und habe ihm erklären können, dass wir ihn jetzt einfach operieren müssen. Alles ging gut. Der Junge hat einen Mut entwickelt und hat es durch seine eigene Tapferkeit geschafft. Nach zwei Monaten kam er mit seinem Vater in meine Sprechstunde und schenkte mir einen Kugelschreiber, der nicht zu teuer war, denn das waren arme Leute. Und er gab mir eine Postkarte. Und darauf stand mit seiner kindlichen Handschrift geschrieben: „Danke, dass Sie mir die Schmerzen und die Angst genommen haben.“ Diese Karte war mein schönstes Dankeschön. Dieser einfache, schlichte Junge hat in seiner einfachen Weisheit – denn Weisheit hat mit Intelligenz nichts zu tun, und Torheit nichts mit Unintelligenz – verstanden, worum es geht.

Was ist Erfolg in Ihrem Job?
Entschuldigung, aber da muss ich ausholen. Da ich ja ein gläubiger Mensch bin: Ich glaube, Sie können das ganze Neue Testament durchlesen und Sie finden nicht einmal das Wort „Erfolg“. Erfolg ist für mich und mein Leben und meine ganze Lebensauffassung nicht bedeutsam. Der Wert eines Menschen begründet sich nicht in seinem Erfolg. Unsere Gesellschaft ist eine Erfolgsgesellschaft und in dieser Gesellschaft liegt der Wert eines Menschen leider viel zu sehr in diesem unsinnigen Begriff. Ich finde das furchtbar. Erfolg wertet einen Menschen nicht auf und Misserfolg entwertet einen Menschen nicht. Fragen Sie mich lieber, was mir Freude macht. Ich freue mich über jeden Menschen, der von einer Behandlung profitiert hat.

Was lehrt Sie Ihr Beruf und was ist wichtig für das Leben?
Das Wichtigste für mich im Leben ist Demut. Demut vor dem Menschen, vor allem vor dem Menschen, der sich mir anvertraut. Wenn ich operiere: Demut vor dem lebenden Gewebe, das ich operiere. Darin begründet sich meine Sorgfaltspflicht. Demut vor allen Menschen und vor der Menschenwürde – als Kontrast zum Stichwort Faschist am Anfang dieses Gesprächs. Und Demut vor Gott und der Schöpfung. Nach Micha, Kapitel 6, Vers 8: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

© Romy Geßner

Kontakt zu Ralf Hempelmann: HELIOS ENDO-Klinik, Hamburg

Von Julia Kottkamp auf 40 Stunden. Fotos: Romy Geßner

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