Messer, Schocker, Granaten: Was US-Beamte im Handgepäck von Flugreisenden finden

Eine US-Behörde sammelt auf Instagram Fotos der Gegenstände, die sie bei Flughafenkontrollen einkassiert. Wer sich die Bilder ansieht, wird künftig mehr Verständnis für die nervigen Security-Checks mitbringen.

© TSA/Instagram

"Was haben Sie da in der Tasche?" – "Och, nur meine Blendgranate. Gibt's damit ein Problem?" © TSA/Instagram

Das Flugzeug gilt statistisch als das sicherste Verkehrsmittel, das Auto als das gefährlichste. Trotzdem haben wir mehr Schiss vor einem Flug als vor einer Fahrt. Das mag daran liegen, dass Reisen in mehr als 10.000 Metern Höhe per se eine Stresssituation für den Körper ist. Daran, dass wir trotz all der Gadgets in unserem Alltag noch immer kein blindes Vertrauen in die Technik haben. Oder eben daran, dass es so viele Bekloppte auf diesem Planeten gibt, die Passagierflugzeuge als probates Mittel erachten, um zu erpressen, zu zerstören und zu töten.

[Außerdem auf ze.tt: 15 Sätze, die Flugbegleiter*innen nicht mehr hören können]

Diese Vollidioten der Schöpfung nimmt seit 2001 die Transportation Security Administration (TSA) in den USA verstärkt ins Visier. Die US-Behörde führt seit den Anschlägen vom 11. September an Bahnstationen, Häfen und insbesondere an Flughäfen umfassende Sicherheitskontrollen durch. Und die sind offenbar auch nötig. Die Beamten ziehen massig klein- wie großkalibrige Waffen und sogar Sprengkörper aus dem Verkehr. Auf Instagram sammelt die TSA die kuriosesten Fundstücke.

Da denkt man, man habe einen Schlüssel in der Hand, dabei dient das Ding eher dem Zweck, unauffällig zuzustechen.

Lippenstifte sind offenbar ein beliebter Weg, um darin etwas Gefährlicheres zu verstecken: Die TSA entdeckte in einem Lippenstift beispielsweise einen Elektroschocker.

In einem anderen Lippenstift verbarg sich wieder einmal ein Messer.

Nein, das ist kein Eiffelturm. Es ist ein verdammtes Mord-Souvenir.

Manche verstecken Schnaps in ihren Stöcken. Andere blitzende Klingen.

Wer glaubt, nur in Filmen würden Waffen und Munition in Bibeln transportiert, der irrt. Manche Leute greifen tatsächlich zu so altbackenen Verstecken – und fliegen damit auf.

Die Tasten „Light“ und „Stun“ lassen es bereits erahnen: Mit diesem Handy kann man nicht telefonieren.

Und auch in dieser „Zigarettenschachtel“ kommen keine Kippen, sondern eine Portion Elektroschocks.

Manche müssen aus ihrem Handgepäck Wasserflaschen und Deos zurücklassen – ein Flugpassagier in Phoenix musste sich von seiner Blendgranate trennen.

Man stelle sich die Gespräche zu solchen Fundstücken vor: „Was haben Sie in Ihrer Tasche?“ – „Och, nur meine 6,7 Kilogramm schwere FFV AT 4, mit der ich ab und an Panzer zerberste. Gibt es damit ein Problem?“

Und, wer wird sich jetzt noch über lange Checks aufregen?