Millennials ist Kaffee wichtiger als ihre Rente

Eine Studie über das Konsumverhalten von Millennials lässt tief blicken: Die Hälfte aller Befragten investierten bisher mehr Geld in Flat Whites, Latte Macchiatos und Americanos als in ihre Altersvorsorge.

Was gibt es besseres? Fotoro: Christopher Jue/Getty Images

Es ist wahrscheinlich die schönste Nebensache der Welt: ein cremiger Kaffee mit Milchschaum, der uns die knittrigen Falten am Morgen aus dem Gesicht wischt und unsere Gemüter zum Leben erweckt. Und während wir uns ins Café schleppen, um endlich den verdienten Koffeinshot zu bekommen, denken wir ganz bestimmt nicht an morgen. Oder übermorgen. Oder an unsere Rente. Geschweige denn an unser überzogenes Konto.

噓, 別打斷我的夢,別吵醒我的心。

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Das zeigt die Studie „Money Matters“ auf der Umfrageplattform SurveyMonkey, bei der 1.900 Millennials zwischen 18 und 35 Jahren zu ihrem Konsumverhalten befragt wurden. 45 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen zwischen 18 uns 23 Jahren gaben an, mehr Geld in Kaffee als in ihre Altersvorsorge zu investieren. Die etwas Älteren zwischen 24 und 35 Jahren schnitten mit 35 Prozent nicht wesentlich „vernünftiger“ ab.

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Die Studie wurde von der amerikanischen Mikro-Investment-App Acorns in Auftrag gegeben. Warum eine Finanz-App Interesse an den Kaffee-Konsumgewohnheiten junger Menschen hat?

Weil sie von unserem täglichen Kaffeekauf, wenn sie per App verliefe, profitieren würden: Über Acorns abgewickelte Ausgaben werden aufgerundet und die Differenz in Aktienfonds investiert. Das bedeutet: Wenn wir unseren doppelten Flat White mit Sojamilch (3,60 Euro) für 4 Euro mit Karte zahlten, würde Acorns die 40 Cent Differenz gleich in Aktien weiterleiten.