Mit Bällewerfen um die Welt reisen: So sieht der Job eines Zirkusartisten aus

Der 24-jährige Bertan hat schon als Kind in der Manege gestanden. Jetzt reist er als professioneller Jongleur um die Welt. Wir haben ihn durch seinen Arbeitsalltag begleitet.

„Ich versuche, sehr locker-leger auf die Bühne zu gehen“, sagt Bertan und bügelt ein Hemd, das andere nur zu schicken Anlässen tragen würden. Dem 24-jährigen Zirkusartist bleiben nur noch wenige Minuten bis zu seinem Auftritt bei einer Heilbronner Varietéshow. Das Publikum hat bereits gut gegessen und wartet an seinen Plätzen auf die Unterhaltung.

Bertan zieht sein Hemd an und bindet sich eine rote Fliege um. „Früher, als wir Kinder waren, waren wir noch wilder“, sagt er. „Da haben wir uns die Haare orange gemacht oder blau für einen Auftritt.“ Schon als Kind stand er im Kinderzirkus auf der Bühne und hat mit Bällen jongliert, inzwischen legt er 20 Jongleurauftritte im Monat hin, viele davon dauern wie in Heilbronn knapp sechs Minuten. Dafür winken ihm im Schnitt 200 Euro.

Häufig muss er für seine Auftritte reisen. Bertan kommt viel herum und lernt bei jeder Show neue Menschen kennen. Manchmal kann er gar nicht fassen, dass er so viel erlebt mit einem Job, der mal durch ein Hobby begann. „Da gab’s dann auch so ein paar Momente, wo ich etwa vorm Burj Al Arab stand und dachte: Krass, ich bin hier mit Bällewerfen hingekommen.“


Lust auf weitere Jobporträts?

Schau dir an, wie eine Mode-Designerin, ein Hotelfachmann und eine Meerjungfrau arbeiten:


Die Web-TV-Reihe Auf Arbeit wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg und dem RBB gefördert. Die Reihe läuft in Kooperation mit ze.tt auf unserem YouTube-Kanal. Auf Instagram seht ihr Bilder und Storys vom Dreh.