München: Zehn Tote nach Angriff in einem Einkaufszentrum, Täter vermutlich ein 18-jähriger Mann

Bei einem Angriff im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) im Norden Münchens am Freitagabend wurden zehn Menschen getötet. Unter den Opfern befindet sich vermutlich der Täter, ein 18-Jähriger, der sich im Anschluss selbst tötete.

© Joerg Koch/Getty Images

Beamte sichern das OEZ im Münchner Norden. © Joerg Koch/Getty Images

Die Polizei München gab nach dem Angriff in einem Einkaufszentrum in München mit zehn Toten – darunter der mutmaßliche Täter – und einem stundenlangen Ausnahmezustand in der Stadt Entwarnung. Noch am Abend waren die Behörden von drei bewaffneten Tätern ausgegangen. Münchens Polizeipräsident, Hubertus Andrä, teilte mittlerweile mit, dass es sich bei dem Schützen mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen 18-jährigen Einzeltäter handele.

Die Leiche des jungen Mannes sei etwa einen Kilometer vom Tatort entfernt gefunden worden. Er habe sich wahrscheinlich selbst erschossen. Zuvor hatte der Schütze mindestens neun Menschen getötet. Mehrere Menschen wurden verletzt. In der Nacht wurden 16 Personen in Krankenhäusern behandelt – drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen, 13 weitere leichte.

Wo geschah was? Die wichtigsten Orte der Tatnacht in München im Überblick

Die Polizei sprach vergangene Nacht von einer „akuten Terrorlage“. Der öffentliche Nahverkehr in der bayerischen Landeshauptstadt war stundenlang unterbrochen. Im Kanzleramt kamen unterdessen Mitarbeiter*innen der Bundesregierung zusammen, um die Geschehnisse in München zu verfolgen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière brach seinen USA-Aufenthalt ab und ist auf dem Weg zurück nach Deutschland.

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