„Oh no!“ – Bei diesen Comics gibt es kein Happy End

Die Reaktion, die jeder Comic von Alex Norris auslöst, ist immer: „oh no!“ Eben so, wie alltägliche Herausforderungen des Lebens meistens wirklich verlaufen.

Thematisch liegt der Fokus der Comics von Alex Norris vor allem auf einer bestimmten Sache: Reue. Auf genau dieser Reumütigkeit, die wir empfinden, wenn wir schlechte Entscheidungen getroffen haben oder wir Opfer unglücklicher Zufälle waren. Protagonist*in seiner Comics ist fast immer ein simpler, pinkfarbener Klecks, der sich in verschiedene missliche und sehr nachvollziehbare Lagen bringt. Und egal, ob es unbedeutende Ärgernisse oder sozialphobische Unannehmlickkeiten sind, die Punchline bleibt gleich: oh no!

Die Comicstrecken veröffentlicht Norris auf seinem Tumblr Webcomic Name. „Webcomic Name ist zum Teil eine Parodie der extrem egozentrischen und negativen Betrachtungsweise, die schon seit einer Weile im Internet beliebt ist“, sagt Norris zu Bored Panda.

Der in Großbritannien lebende Künstler hat schon als Kind gezeichnet. Mit zehn Jahren erstellte er gemeinsam mit einem Freund sein erstes vollständiges Comicbuch, das damals noch von Werbung und Fernsehshows inspiriert war. In der Schule bekam er regelmäßig Schwierigkeiten, da er ständig seine Schulbücher und seinen Tisch bekritzelte. Jetzt kann er von seinen drei Plattformen leben: Dorris McComics, Webcomic Name und Hello World.

[Außerdem auf ze.tt: Böse und unverhofft: Bei diesen Comics fühlst du dich nach dem Lachen schlecht]

Heute würden ihn TV-Shows wie Adventure Time oder Arrested Development inspirieren. Sie hätten diesen bizarren und manchmal leicht dümmlichen Humor, der trotzdem einfühlsam und interessant bleibt. Norris liebe die Art von Humor, denn sie sei von Missverständnissen und Egozentrikern getrieben. Bevor er sich allerdings an den Zeichentisch setzt, bespreche er seine Ideen mit der Familie und Freund*innen, denn er selbst sei in Sachen Humor schon ein wenig abgestumpft.

Die minimalistische Form seiner Comics habe er mit Absicht gewählt. Denn viele der Scherze seien schräg oder kompliziert genug, ohne dass es detailliertere Illustrationen brauche. Die Botschaft jedes Comics soll nämlich so schnell wie möglich bei den Leser*innen abkommen.