Ohne Löwe und Dompteur: Wie sich der Zirkus neu erfindet

Auf dem Berlin Circus Festival jonglieren internationale Nachwuchskünstler*innen mit der Zirkusszene. Zwei von ihnen erzählen uns, was zur Zeit in der Manege abgeht.

Moderner Zirkus ist mehr als herumreisende Familien, exotische Seiltänzerinnen, Raubtiere in Käfigen und Ra-Taa-Ta-Da-Dada. Moderner Zirkus, oder Cirque Nouveau, ist laut. Und schrill. Und schön. Und still. Und eklig. Und Liebe. Und Schmerz. Und Sex.

Und alles, was wir in ihm sehen wollen.

Im Gegensatz zum traditionellen Zirkus gibt es keine Nummern, bei denen Kunstpausen signalisieren, wann man klatschen darf. In einer Mischung aus experimentellem Theater, Performancekunst, Tanz, Akrobatik und Artistik erzählt zeitgenössischer Zirkus fesselnde Geschichten zwischen Körper und Persönlichkeit. Und ohne Wildtiere.

Auf dem Berlin Circus Festival zeigen internationale Künstler*innen zehn Tage lang, was derzeit in der Manege abgeht. Wir haben das Trapezduo Josa Kölbel und Bellina Sörensson getroffen, die seit ihrer Kindheit mit dem Zirkus zu tun haben. Sie gehören nicht zu einer Zirkusfamilie, das Training am Trapez war lange Hobby bis es zum Beruf wurde. Sie haben unter anderem bei dem Stück „Dolls“ der Kompanie Cirk La Putyka aus Prag mitgewirkt.


Das zweite Berlin Circus Festival findet vom 26.8.-4.9.2016 auf dem Tempelhofer Feld statt. Die Tickets kosten zwischen ermäßigt 25,50 und 40 Euro (pro Tag) oder ermäßigt 65 Euro bis 97 Euro (für das ganze Wochenende). Neben zahlreichen Shows gibt es außerdem Kunstausstellungen, Live-Musik und Workshops, in denen Gäste von den Profis lernen und selbst ausprobieren können.