Olympia-Angeberwissen fürs Büro

Vom 5. bis 21. August finden die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro statt. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte werden die Spiele somit in Südamerika ausgetragen. Das war dir nicht klar? Hier kommt noch mehr Angeberwissen über Olympia, um bei Freunden und Kollegen so richtig aufzutrumpfen.

© Clive Rose/Getty Images

Mit diesen Fakten wirst du zum Olympia-Champ. © Clive Rose/Getty Images

Die Olympischen Spiele sind ein riesiges Spektakel. In den nächsten Wochen wird es in der Sportberichterstattung kaum ein anderes Thema geben – und dadurch vielleicht auch in deinem Umfeld. Du hast Bock, mitzureden, bist aber eigentlich eher ein Couch- als ein Leistungssportler? Macht nichts, an diesen Fakten kannst du dich entlanghangeln:

Synchronschwimmen ohne Männer

Was du sagen kannst: „Das ist die einzige Sportart, in der nur Frauen antreten dürfen.“

Die Situation: Der Internationale Schwimmverband Fina gestattet die Teilnahme an der olympischen Disziplin Synchronschwimmen ausschließlich Frauen. Dort werden Medaillen im Duett-, Einzel- und Teamwettbewerb vergeben.

In Frankfurt gibt es seit 1998 die in Europa erste und in Deutschland einzige männliche Synchronschwimmgruppe, die Mitglieder des Frankfurter Volleyball Vereins. In Bochum trainiert Maschinenbaustudent Niklas Stoepel zurzeit als einziger aktiver männlicher Synchronschwimmer bei der Damenmannschaft der Freien Schwimmer Bochum.

Synchronschwimmer Niklas Stoepel (M) trainiert mit seinen Teamkolleginnen im Sportzentrum in Bochum-Wattenscheid (Foto vom 19.03.2009). Der einzige männlichen Synchronschwimmer Deutschlands kämpft seit 10 Jahren mit seinen weiblichen Mitstreiterinnen um Titel. Foto: Franz-Peter Tschauner dpa/lnw +++(c) dpa - Report+++ | Verwendung weltweit
Wir haben heute leider keine Startberechtigung für dich! Synchronschwimmer wie Niklas Stoepel (hier in der Mitte) dürfen nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. © Franz-Peter Tschauner dpa/lnw

Kondom-Rekord

Was du sagen kannst: „Es wird der Sommer der Liebe in Rio!“

Die Situation: Während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi wurde eine App besonders stark benutzt: Tinder. Das zeigt, es geht bei den Spielen ganz offensichtlich nicht nur um Höhepunkte in den Arenen. Sex während der Spiele hat Tradition, weiß Times. Und deshalb müssen sich die Athet*innen um Verhütungsmittel keine Sorgen machen: 450.000 Kondome geben die Veranstalter*innen in Rio aus. Das sind rund 42 Kondome pro Sportler*in. Bei 17 Tagen könnte dann jede*r im Schnitt knapp 2,5 mal am Tag Safer Sex haben. Are you ready to rumble?

Russland und Doping

Was du sagen kannst: „Schon spannend, dass Russland (teilweise) disqualifiziert werden soll, wo es dort doch prozentual weniger Dopingfälle gibt, als in vielen anderen Ländern, die teilnehmen dürfen.“

Die Situation: Teile des russischen Olympia-Teams dürfen nicht an den Spielen teilnehmen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hat ein flächendeckendes, systematisches Doping des russischen Teams aufgedeckt. Es wurde über eine komplette Sperrung geredet, jetzt trifft es aber vor allem die Leichtathleten, aber auch Sportler aus anderen Bereichen. Der Witz ist: in anderen Ländern, beispielsweise in Frankreich, wird prozentual viel mehr gedopt, wie ein Blick in die Zahlen ebenjener Anti-Doping-Agenturen zeigt. (PDF/Seite 20)

Homosexuelle Sportler*innen

Was du sagen kannst: „Die Spiele in Rio sind dieses Jahr so gay wie noch nie!“

Die Situation: Ein olympischer Rekord steht schon vor dem Start der Spiele fest: 41 Teilnehmer*innen haben sich bisher offen als homo- oder transsexuell geoutet. So viele wie noch nie. Homosexualität im Spitzensport ist ein Tabu. Nur wenige Sportler*innen trauen sich, sich zu outen. Diejenigen, die es tun, starten dann nicht nur für ihr Land, sondern im übertragenen Sinne auch noch für die LGBTIQ-Community weltweit.

competes in the finale during day 2 of the German Championships in Athletics at Grundig Stadium on July 24, 2015 in Nuremberg, Germany.
Stabhochspringerin Martina Strutz. © Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Aus Deutschland reisen zwei geoutete Sportlerinnen nach Brasilien: Die Stabhochspringerin Martina Strutz und Nadine Müller, die Medaillenchancen im Diskuswerfen hat.

Olympia oder Olympiade?

Was du sagen kannst: „Wieder zwei Jahre Olympiade vorbei, zum Glück geht es jetzt los in Rio.“

Die Situation: Lange Zeit wurde der Begriff „Olympiade“ fälschlicherweise auch als Bezeichnung für die gerade stattfindenden „olympischen Spiele“ gebraucht. Ursprünglich bezeichnet er jedoch nur den Zeitraum zwischen den olympischen Spielen. Mittlerweile hat sich die „Olympiade“ aber so fest im Sprachgebrauch verankert, dass er laut Duden jetzt synonym zum Begriff „olympische Spiele“ und „Olympia“ gebraucht werden kann.

US-Basketballer wohnen anders

Was du sagen kannst: „Es wohnen gar nicht alle Sportler*innen im Olympischen Dorf!“

Die Situation: Den US-Basketballern ist das Olympische Dorf wohl nicht gut genug. Sie ziehen auf eine Yacht, den „Silver Cloud Liner“. Eine Woche auf dem Dampfer kostet 12.000 Euro, die Spieler verdienen während einer NBA-Saison allerdings auch mehrere Millionen – das bisschen Seeluft sollte daher nicht unbezahlbar sein.

Glückwunsch, Athlet! Du bist somit bereit für den Olympia-Talk!

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