Scheiß auf Diäten, liebe deine Wampe!

Am Freitag ist Internationaler Anti-Diät-Tag. Zeit, die eigene Wampe zu feiern. 

© Screenshot Instagram/Frances Cannon

Wunderschöne Wampe. © Screenshot Instagram/Frances Cannon

Das Schlimme am Sommer ist der Beach Body. Er ist eine Erfindung der Beauty-/Fitness-/Diätindustrie, um Unsicherheiten in uns zu pflanzen und unser Selbstwert zu drücken. Das Wort suggeriert, dass es nur einen bestimmten Typus Körper gibt, der am Strand gesellschaftsfähig und schön ist. Wer ihn nicht hat, kann ihn durch Sport oder Diäten bekommen.

Dabei ist jede Wampe schön. Wir müssen sie nur mehr feiern. Das Missy Magazin legt vor und startete zum Internationalen Anti-Diät-Tag eine Twitter-Kampagne, die sich gegen Abnehmwahn und Schlankheitsnormen wehrt. „Es wird zu viel auf eine giftige Art über Diäten gesprochen: Nicht an ungesunden Ernährungskonzepten und der Unterdrückung eigener Bedürfnisse suchen wir die Fehler, sondern an uns selbst“, schrieb die Missy-Redaktion am Montag.

“Machst du eigentlich irgendeinen Sport? Ich meine, irgendeinen?”

Unter #YesAllWampen tweeten die Redakteurinnen und andere Frauen von übergriffigen, anmaßenden Kommentaren über ihr Körpergewicht oder Aussehen. Es sind Sätze, auf die es nur eine Antwort gibt: F-f-f-fresse!

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Jede Wampe ist schön

Die Kampagne will aber nicht nur empören, sondern auch empowern. Zum Beispiel mit dem Wampen-Manifest ❤. Darin enthalten sind elf Punkte zu einem besseren Körperbild. Unter anderem:

  • Jede Wampe hat ein Existenzrecht.
  • Nicht die Kalorien, sondern deine Waage musst du verbrennen.
  • Verliere lieber deine Selbstzweifel anstatt der Kilos – davon hast du länger was.

In verschiedenen Texten erzählen Frauen, vom Druck schlank sein zu müssen und wie sie lernten, ihre epischen Körper zu lieben. Das Thema Selbstliebe und Körperakzeptanz war auch auf der re:publica Thema. In einem Vortrag sprach die Hamburger Bloggerin Journelle darüber, wie das Internet sie dick gemacht habe. Sie beschreibt, wie die Vermittlung von positiven Körperbildern über die digitalen Kanäle zu mehr Selbstliebe verhelfen können: „Ich verlor einiges an Eitelkeit und gewann an Gewicht. Das Internet hatte mich nachhaltig dick gemacht“, sagt sie.

Lasst uns ein Beispiel daran nehmen, dem Fatshaming Selbstakzeptanz entgegen setzen und unsere Wampen lieben, wie sie sind. Ganz nach dem Motto: „How To Have A Beach Body: 1. Go to the Beach. 2. Have a Body“.

PRINTS will be available on my bigcartel shop this week including this cutie!!!

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[Außerdem auf ze.tt: Fat Acceptance Movement: „Du bist nicht scheiße, nur weil du dick bist


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