Schottland macht’s vor: Polizistinnen in Hijabs

Um mehr Diversität ins Präsidium zu bringen, ergreift die schottische Polizei neue Maßnahmen. Daran könnte auch Deutschland sich ein Beispiel nehmen.

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Der Hijab, ein Symbol der Muslima. Foto: pixabay.com

Bisher durften schottische Polizistinnen Hijabs zwar bei der Arbeit tragen, sie waren jedoch nicht offiziell als Teil der Polizeiuniform anerkannt. Das ändert sich jetzt, denn: Der „Police Service of Scotland“ tut es der Londoner Metropolitan Police nach und führt den Hijab als teil der offiziellen Polizeiuniform ein. Alle Frauen, die Kopftuch tragen wollen, können es nun auch im Dienst aufsetzen.

“Wir wollen Frauen aus muslimischen Gemeinden, welche die Karriere bei der schottischen Polizei bisher nicht in Betracht zogen, dazu ermutigen, sich zu bewerben und Teil des Teams zu werden“, so das Statement der schottischen Polizei gegenüber des The Independent.

Schottische Polizei bisher nicht besonders heterogen

Interkulturelle Organisationen wie die Scottish Police Muslim Association (SPMA) empfinden diese Neuerung als fortschrittlich. Fahad Bashir, Geschäftsführer von SPMA sagt: “Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, und ich bin positiv gestimmt, dass die schottischen Behörden gut darauf hinarbeiten, dass die Polizei zukünftig als inklusiver und repräsentativer Ort für eine multikulturelle schottische Bevölkerung steht.“

Aktuelle Statistiken der schottischen Polizeibehörden zeigen, dass bislang lediglich 2,6 Prozent der 4809 Bewerbungen bei der Polizei von Menschen mit Migrationshintergrund kommen. Auch durch die Einführung des Hijabs als Teil der Uniform soll sich das nun ändern. Die Schotten könnten so auch Vorbild für Deutschland sein. Hier gibt es ebenfalls einen großen Mangel an Beamt*innen mit Migrationshintergrund. Ein Zustand, den es zu ändern gilt, schließlich sind auch wir viel diverser als noch vor ein paar Jahrzehnten.


Mehr zur Diskriminierung in deutschen Polizeibehörden könnt ihr hier lesen.