Model Deddeh Howard: „Schwarze Frauen sind fast unsichtbar“

Die US-Amerikanerin Deddeh Howard initiierte eine starke Kampagne für mehr Diversität in der Modebranche.

Deddeh Howard ist eine wunderschöne Frau. Und sie wünschte sich schon früh auf die Laufstege und Plakate dieser Welt. Sie wuchs in Westafrika auf, lebt heute in Los Angeles. Seit sie klein war, fragte sie sich eine Sache: Wieso sind auf all diesen Plakatwänden eigentlich so gut wie nie schwarze Frauen zu sehen? „Sie sind fast unsichtbar“, schreibt sie in einem aktuellen Blogeintrag.

Auf 75 Prozent aller Models auf Laufstegen waren laut „Upworthy“ im Jahr 2016 nur weiße Frauen zu sehen. In einem Fall sei die Problematik besonders aufgefallen. Da liefen Models zu Beyoncés Song „Formation“, in dem es essentiell darum geht, Women of Color mehr Raum zu verleihen. Das Problem: Es waren nur weiße Models.

Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Fotografen Raffael Dickreuter, startete Deddeh deshalb eine Kampagne, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Sie ließ sich von ihm in bekannten Posen berühmter, weißer Models ablichten. Selbes Motiv, selber Ausdruck, selbe Kleidung. Nur eben sie statt eines weißen Models. Die Kampagne nennen sie „Black Mirror“; die Fotos stellten die beiden ze.tt zur Verfügung.

Die Aktion ist auch deshalb so wichtig, weil die Modebranche eine durchaus gesellschaftsprägende Funktion innehat – und doch so wenig Diversität abbildet. „Die gleiche Sichtbarkeit aller Ethnien – ob nun weiß, schwarz, asiatisch, latino oder was auch immer – würde uns allen helfen, mehr an unser Potential zu glauben.“