Sexualkunde, ja bitte – Dieses Theaterstück fragt, wie wir lieben wollen

Theater ist auch dazu da, das Unausgesprochene zu erforschen. Zum Beispiel, wenn es um die eigene Sexualität und die Liebe geht.

Ein Raum, zehn fremde Menschen und die eigene Sexualität als Gesprächsthema. So in etwa verlief die erste Begegnung des theaterpädagogischen Projekts Vermessene Körper unter Anleitung der beiden UdK-Absolventinnen Luisa Mell und Jenni Schnarr ab. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir lieben wollen.

Dabei ging es um Geschlechterrollen, Körpernormen und Beziehungsmodelle. „Das sind Themen, die uns alle etwas angehen”, betont Jenni Schnarr. Ihrer Meinung nach sollten sie daher auch neben klassischen Verhütungsfragen in den Aufklärungsunterricht gehören.

Redebedarf scheint es zu geben: Auf die Ausschreibung der beiden Theaterpädagoginnen haben sich ganz unterschiedliche Menschen gemeldet. Von 16-jährigen Schüler*innen bis zu 33-jährigen Krankenpfleger*innen. Die Gruppe ist divers und das ist auch gut so, erzählt die 16-jährige Schülerin Zoe. „Ich hab dadurch einfach ganz verschiedene Eindrücke bekommen, wie andere Menschen, zu denen ich sonst nur wenig Kontakt habe, über gewisse Themen denken und das fand ich super spannend.”

Worum es in dem Stück geht? „Es ist auf jeden Fall kompliziert”, sagt der 33-jährige Mathias. Für ihn war die Arbeit an dem Stück wie eine Zeitreise in seine Jugend. Dahin zurück, als bestimmte Gefühle ganz neu waren und die eigenen Bedürfnisse einen noch stark verunsicherten.

 

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