So bekommst du nach der Arbeit den Kopf frei

Es gibt einen einfachen Trick, wie du dir nach der Arbeit nicht noch Gedanken um unerfüllte Aufgaben machst. Er kann dabei helfen, geistig von unserem Job Abstand zu bekommen, wie eine Studie zeigt. 

© simonthon.com / photocase.de.

Abends wollen wir nicht mehr an die Arbeit denken. Machen es aber trotzdem © simonthon.com / photocase.de.

Am Ende des Arbeitstages können wir unsere Sachen packen und gehen. Wir können unseren Computer und das Smartphone ausschalten und wir können unsere Arbeitskleidung abwerfen und in die Jogginghose schlüpfen. Leider können wir nicht den Teil des Gehirns abschalten, der sich immer noch mit Dingen von der Arbeit beschäftigt.

Eine neue Studie präsentiert nun einen simplen Trick der euch dabei hilft, geistige Abstand vom Beruf zu bekommen: Schreibt ganz genau auf, wie ihr die unerledigten Dinge am nächsten Tag zu Ende bringen wollt.

Der Aufbau der Studie

Der Job würde eine große Rolle im eigenen Leben spielen – das bestätigte jeder der rund 100 Befragten der Studie der amerikanischen Ball State University eingangs. Drei Tage lang beantworteten die Teilnehmer täglich: Welche Aufgaben waren auf der Arbeit liegen geblieben? Welche Aufgaben wurden erfolgreich erledigt? Wie wichtig waren diese Aufgaben? Und zuletzt: Wie viel Zeit wurde damit verbracht, über Aufgaben und die Arbeit im Allgemeinen nachzudenken?

Dann wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe musste einen Plan erstellen: Wo, wann und wie würden sie die unerledigten Dinge des Tages nachholen? Eine Musterantwort war: „Ich werde mich um 9 Uhr an meinen Schreibtisch setzten und eine Email an den Kunden xy verfassen …“. Die andere Gruppe hatte keinen Arbeits-Plan zu erstellen.

Das Ergebnis

Den Teilnehmern half es, den kommenden Arbeitstag schriftlich zu planen. Die unfertigen, aber wichtigen To-Dos konnten sie so abends ausblenden.

Der Leiter der Studie Brandon Smit sagt: „Es kostet nicht viel Zeit und Geld einen Plan für das Ereichen von weiteren Zielen zu erstellen. Aber es kann die Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Arbeitnehmers enorm fördern.“

Oder anders gesagt: Wenn wir aufhören, wie besessen über unseren Job nachdenken, bekommt unser Gehirn etwas Ruhe und wir können am nächsten Tag erholt durchstarten. Plus: Wir haben einen Plan, wenn wir im Büro ankommen.

Kein Allheilmittel

Komplett abschalten lässt uns eine Strategie für den nächsten Tag aber nicht. Auch die Studienteilnehmer mit einem Plan für den nächsten Tag hatten abends den ein oder anderen Gedanken an ihre Kollegen oder eine mögliche Beförderung.

Mit einem Plan ist aber schon einmal ein Teil der Sorgen aus dem Weg geräumt. Und vielleicht ist der ein oder andere Gedanke an den attraktiven Arbeitskollegen ja gar nicht so unangenehm.

Von Shana Lebowitz und Annette Dönisch auf Business Insider Deutschland.


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