So kreativ kontern Menschen die transphobe Aussage ihres US-Senators

Der Senator von Wyoming hat gesagt, dass Transmenschen selbst schuld seien, wenn sie verprügelt würden. Viele Menschen in seinem Bundesstaat sehen das anders – und zeigen es auf kreative Weise. 

In Tutu gegen Transphobie. Screenshot: ©  Instagram / meiratz

Es ist die Art von Täter-Opfer-Verdrehung, der oft auch Frauen ausgesetzt sind, die sexuelle Gewalt erfahren mussten. In die Kategorie „Wer so rumläuft, muss sich nicht wundern“ passte auch die Aussage des republikanischen US-Senators Mike Enzi.

Bei dem Besuch einer Schule Ende April wurde er gefragt, wie er das Leben und die Sicherheit der LGBT-Community in seinem Bundesstaat sichern will. Der meiste Teil seiner Antwort ist unproblematisch: „Es gibt einige Probleme, für die es nicht diese Eine-passt-für-alle-Lösung gibt. Aber man kann nicht alles mit Gesetzen lösen“, hört man ihn in der Tonaufnahme sagen. Was hingegen helfe, sei etwas Anstand.

Dann folgte dieser Satz: „Wir in Wyoming sagen immer, dass du alles sein kannst – solange du es nicht anderen ins Gesicht drückst. Ich kenn da so einen Typen, der ein Tutu trägt und freitags in die Bar geht und sich immer wundert, warum er in Schlägereien gerät. Nun ja, er fragt ja geradezu danach.“

In Tutu gegen Transphobie

Auch wenn sich Enzi noch am selben Tag für seine Worte entschuldigte und in derselben Rede betonte, dass niemand gehänselt werden dürfe, löste seine Aussage über das Tutu zahlreiche Proteste in den Sozialen Medien aus. Viele Menschen begaben sich in Tutus auf die Straße, in Clubs und Bars. Unter dem Hashtag #LiveAndLetTutu drückten sie ihre Solidarität für die LGBT-Szene aus und zeigten, dass weder ein Tutu noch irgendein Kleidungsstück jemandem das Recht gibt, einen Menschen zu schlagen.

Mullen & Vanata: tutu foremen. #liveandlettutu #resistinginthered #stillnotaskingforit

A post shared by Wyoming Art Party (@wyomingartparty) on

Lander's operation tutu! Love this town!!! #operationtutu #liveandlettutu #normalizetutu

A post shared by Liz Hardwick (@lizard_wick) on

Portraits of Real Wyoming #5 Vickie and Sissy Goodwin. Sissy, being Wyoming's most famous crossdresser and a man who has fought against bigotry for longer than I've been alive, who Mike Enzi called personally to apologize about his recent comments, is also a retired professor, loving husband for 49 years, and loving father of two. At the end of the night, as I thanked him for making the trip down to Laramie, and as we stood in a bar halfway between the spot where he had been arrested 30 years ago for dressing in women's clothing and the bar where Matthew Shepherd had ordered his final drink, Sissy intimated that the evening was the highlight of his life. There's more beauty in Wyoming than just mountains and open spaces, and there's more to its people than Cheneys and closed minds. #liveandlettutu

A post shared by Eric Krszjzaniek (@krszjz) on

The Equality State