Homophobie auf Festivals: So lässt sich mit Kunst und Musik ein Zeichen setzen

Mit Glitzer, Musik, Performances und Kunst setzte das Dockville Festival dieses Jahr ein Statement gegen homophobe Entgleisungen im öffentlichen Raum. Wir zeigen euch, wie das Ganze aussah.

Festivals sind laut. Bunt. Voller junger, wunderschöner, gummistiefeltragender Menschen mit Glitzer im Gesicht. Aber wie immer: Wenn Menschen in großer Zahl zusammenkommen, steigt die Tendenz, dass das ein oder andere Arschloch dabei ist. Ein Arschloch, dass mit seinen homo-/transphoben, rassistischen oder sexistischen Sprüchen die ganze Blumenkranzstimmung kaputt macht.

Das Dockville Festival in Hamburg hat dieses Jahr mit dem YesWeCanCan-Container einen Ort geschaffen, in dem es um mehr als nur Musik und Wochenendeskapismus geht.

“Ziel ist es, mithilfe der Musik- & Kunstauswahl im YeWeCanCan-Container Aufmerksamkeit bei den Besucher*innen zu schaffen”, erzählt Arne Empen von der Kopf & Steine GmbH, dem Veranstalter des Dockville Festivals. “Beim Dockville haben wir das Glück, dass Fälle von Diskriminierung nur äußerst selten auftreten. Trotzdem ist es uns als Veranstalter wichtig, ein Zeichen gegen (Hetero-)Normativität zu setzen. Wir wollen einen offenen Diskussionsraum schaffen, der über die Veranstaltung hinaus etwas bewirkt.”

Was ist das für Kunst, die Besucher*innen dazu bringen soll, über ihr eigenes Verständnis von männlich und weiblich, Homo- und Heterosexualität nachzudenken?

Wir haben mit zwei Menschen gesprochen, die an der künstlerischen Programmgestaltung des Containers beteiligt waren: Patrick Meissner, der zusammen mit Christian Ruess die „Container Love“-Fotoausstellung kuratierte und Gregor Schuster, dem Initiator des Performancekollektivs Cointreau-On-Ice.