So sieht es aus, wenn ein Braunbär ein Selfie macht

Eigentlich sollte die Kamera im Nationalpark Graubünden nur vorbeilaufendes Wild aufnehmen. Am Ende gab es ganz andere Fotos.

Am Duckface feilt er noch. © Schweizerischer Nationalpark Facebook

Der schweizerische Nationalpark Graubünden ist ein Ort voller Artenreichtum. Hier leben Murmeltiere, Rotfüchse, Luchse und Wölfe. Seit April turnt außerdem ein Braunbär durch den Park, an sich schon eine Seltenheit in der Gegend. Jetzt hat er es durch ein Foto zu ungeahnter Berühmtheit geschafft.

Wie unter anderem Spiegel Online berichtet, hatte der besagte Braunbär eine lustige Begegnung mit der Kamera, die eigentlich diskret zur Beobachtung von vorbeilaufendem Wild aufgestellt wurde. Das mit Infrarotblitz ausgestattete Gerät können die Tiere nicht sehen und dementsprechend auch nicht davon verschreckt werden.

Neugieriger Bär, lustiges Foto

Als ein Mitarbeiter der Nationalparksverwaltung die Kamera überprüfen wollte, fand er sie allerdings aus der Verankerung gerissen vor. Die aufgenommenen Fotos verrieten schließlich, was geschehen war. Auf den Schwarzweißbildern ist zuerst ein Bär aus der Ferne zu sehen, später dann ein Selfie aus nächster Nähe. Teddyohren, Nase, Knopfaugen. Ein bisschen sieht es aus, wie wenn Eltern ein Selfie von sich machen: etwas zu nah dran und nur das halbe Gesicht zu sehen.

Nicht schlecht gestaunt hat unser Praktikant, als er eine automatische Kamera im #schweizernationalpark aufgesucht hat:…

Posted by Schweizerischer Nationalpark on Sonntag, 3. September 2017

Anhand der Aufnahme konnten Experten feststellen, dass es sich bei dem Bären wohl um ein junges Männchen, schätzungsweise 150 Kilogramm schwer, handelt. Wieso die Selfies entstanden sind? Der neugierige Bär sah sich wohl von dem menschlichen Geruch an der Kamera angezogen.