So sieht es im Auge eines der stärksten Hurrikans aller Zeiten aus

Vor den karibischen Inseln tobt ein gigantischer Wirbelsturm. Irma gilt als extrem gefährlich. Jetzt gibt es erste Foto- und Videoaufnahmen aus seinem Inneren.

Links Puerto Rico und die Leeward-Inseln, rechts Hurrikan Irma. © NOAA

Heute Nacht um 1:45 Uhr streifte einer der stärksten jemals gemessenen Hurrikans die karibische Insel Barbuda. Dort soll er schon Dächer von Häusern gerissen haben, Menschen wurden aber offenbar nicht verletzt.

Hurrikan Irma ist noch stärker ist als der Sturm Harvey, der Ende August Houston quasi komplett unter Wasser setzte. Derzeit rast der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern in Richtung Nordwesten.

Falls er seinen Kurs beibehält, könnte er am Freitag den US-Bundesstaat Florida erreichen. Dort sollen die Menschen nun Aufforderungen zur Evakuierung befolgen. Auch die rund 3,4 Millionen Menschen in Puerto Rico wurden vom Gouverneur angehalten, sich in Sicherheit zu bringen.

Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA in Miami stufte Irma am Dienstag auf die höchste Kategorie der Hurrikan-Skala ein. Er gelte als extrem gefährlich.

Die Forschung blickt in das Auge des Sturms

Wissenschaftler*innen haben Irma bereits aus der Nähe untersucht. Erste Bilder der US-amerikanischen Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) zeigen, wie er sich auf die Leeward-Inseln zubewegte – im Titelbild dieses Artikels zu sehen.

Auch von der NASA kamen Bilder. Sie zeigen von einer Raumstation aus, mit welcher rasanten Geschwindigkeit sich der Hurrikan bewegt.

Die sogenannten Hurricane Hunter der NOAA flogen in das Innere von Irma. Dort sieht es in etwa aus wie in einem Sportstadion, weshalb Wissenschaftler*innen im Englischen vom stadium effect sprechen. Rund um das Auge herum entstehen die extremen Winde, die Wirbelstürme erst so gefährlich machen.

Drei Flugzeuge umkreisen Hurrikan Irma zu Forschungszwecken derzeit abwechselnd oder fliegen durch ihn hindurch. So entstand dieses Video:

Die Flieger der NOAA wollen mit ihrer Arbeit die Wetterdienste unterstützen, die anhand der Aufnahmen ihre Vorhersagen und Warnungen präzisieren können.