Nach Trumps Wahl hat der Hass freie Bahn

Er ist keine zwei Tage der nächste gewählte Präsident der USA, schon fühlen sich Anhänger*innen von Donald Trump berufen und bemächtigt, andere Menschen zu bedrohen und anzugreifen. Was zur Hölle ist da los?

Hass

Derartige Schmierereien verunzieren Orte in den gesamten USA © @brianqwdr / Twitter

„Der Mensch erntet, was er sät.“

Wenn es eins gibt, das Donald Trump während seines Wahlkampfes gesät hat, dann: Hass. gegen Mexikaner, Muslime, People of Color, Frauen, homo- oder transsexuelle Menschen …

Und in genau diesem Hass fühlen sich Trump-Wähler*innen wenig überraschend durch seinen knappen Wahlsieg gegen Hillary Clinton jetzt bestätigt. In der Folge bricht er sich überall in den USA ungehemmt Bahn.

[Außerdem bei ze.tt: Der Hass hat gewonnen – was können wir jetzt tun?]

Hier eine Übersicht der Vorfälle und Orte:

Dieses Schaufenster des Schreckens in Philadelphia:

Diese unfassbare Schmiererei auf einem Auto:

Dieses bedrohliche Kreide-Gekritzel vor einer Bücherei:

Diese rassistischen Klosprüche:

Diese farbige Puppe, die mit einem Strick um den Hals im Fahrstuhl hing:

Dieses Hakenkreuz mit Hassbotschaft:

Diese Studenten, die sich mit schwarz bemalten Gesichtern vor einer Konföderiertenflagge fotografierten:

Dieses Auto mit dem Aufruf zu töten:

Diese Schüler, die „Build that wall!“ – „Baut diese Mauer!“ in der Kantine brüllten:

Die Kids, die Deportations-Benachrichtigungen für Mitschüler*innen aus Lateinamerika schrieben:

Und hier noch mal eine Video-Zusammenfassung:

Menschen werden angegriffen, beleidigt, bedroht. Wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung. Man kann in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht ja durchaus entgegengesetzter Meinung sein, aber hier noch mal in aller Deutlichkeit – nur, falls es jemand immer noch nicht merken oder begreifen sollte:

Das ist nicht okay.

Donald Trump gewann mit Angst und mit Hass. Hass führt zu mehr Hass, Gewalt erzeugt Gegengewalt und Angst. Das muss aufhören und zwar sofort.

[Außerdem bei ze.tt: Das sagen junge New Yorker*innen zum neuen Präsidenten]

Ähnliche Auswüchse gab es auch nach dem Brexit im (inzwischen nicht mehr ganz so) Vereinigten Königreich. Damals kam eine Frau namens Allison auf die Idee, ein Zeichen zu schaffen, das Unterstützung für diskriminierte und ängstliche Minderheiten demonstrieren soll – der Safety Pin. Dieses Zeichen findet jetzt auch in die USA Verbreitung:

Gleichzeitig gibt es in zahlreichen US-amerikanischen Städten und Bundesstaaten anhaltende Proteste gegen die Wahl von Donald Trump; leider verlaufen nicht alle davon friedlich. Updates gibt’s auf Twitter unter dem Hashtag #notmypresident.

[Außerdem bei ze.tt: Widerstand gegen Trump formiert sich]