Vor der Landtagswahl: So weiß und männlich ist das „weltoffene Berlin“ der SPD

Für die Parteien in Berlin geht es derzeit um alles: Am Sonntag wird gewählt. Die SPD wirbt mit #berlinbleibtweltoffen. In einem neuen Video zeigen sie aber nur weiße, männliche Prominente.

© Screenshot | Facebook | SPD

Ähm. Es gibt doch auch weibliche Promis in Berlin? © Screenshot | Facebook | SPD

An der Kampagne „Berlin bleibt weltoffen“ der SPD gibt es grundsätzlich wenig auszusetzen: In einem neuen Video etwa werden, ohne den Parteinamen zu nennen, rechtspopulistische Phrasen der AfD mit gepfeffertem Sarkasmus zerpflückt.

Die Berliner Sozialdemokrat*innen haben dafür sechs Prominente zusammengetrommelt, die in Berlin leben und so für eine weltoffene Stadt werben sollen.

Das Video ist sicher gut gemacht, die Aussage kommt rüber. Die Promis Joko und Klaas, Oliver Kalkhofe oder Clemens Schick machen auch einen guten Job. Nur fragt man sich schon: Wo bleiben denn da die Frauen? Die People of Color? Die Schwulen, Lesben, Transgender? Die gibt’s doch auch in Berlin.

[Außerdem bei ze.tt: Und die im Bundestag so: Let’s buy some Panzer]

Wenn man sich schon den Hashtag #berlinbleibtweltoffen auf die Fahnen schreibt, sollte man doch die Vielfalt der Menschen in der Stadt zeigen, kommentieren auch User*innen unter dem Facebook-Posting.

ze.tt hat die SPD Berlin kontaktiert und gefragt, warum nur Männer in dem Video zu Wort kommen. Die Partei möchte nicht zitiert werden.