So wurde aus einem 28-jährigen Pizzaboten ein Immobilientycoon

Tony Fleming aus Australien arbeitete bei Domino’s Pizza. Mittlerweile gehören ihm 13 Immobilien, er lebt von den Mieteinnahmen und der frühere Job ist Geschichte. Wie hat er das gemacht?

©  Twitter: Daily Telegrapfh

Tony Fleming mit seiner Frau Hayley. © Twitter: Daily Telegrapfh

Die Zeiten, in denen Tony Fleming (28) sechzig Stunden pro Woche arbeitete, sind seit Anfang des Monats endgültig vorbei. Wie der Daily Telegraph berichtet, übersteigen die Mieteinnahmen aus seinen 13 Immobilien 130.000 australische Dollar (gut 88.000 Euro). Deshalb hat er sich entschieden, seinen Job bei Domino’s Pizza zu kündigen und sich fortan nur noch dem Immobiliengeschäft zu widmen.

Tony hatte nicht immer so viel Geld – sein Werdegang ist vielmehr eine neue Variante der Geschichte des Tellerwäschers, der zum Millionär wird. Mit 17 Jahren drückte die Last eines Autokredits auf ihn, wie er dem Telegraph erzählt. Ein strenges Sparprogramm half ihm, den Kredit abzubezahlen und etwas Geld zu sparen.

Ich arbeitete 60 Stunden die Woche – in manchen Wochen sieben Tage am Stück und lebte bei meinen Eltern.

Tony Fleming

So funktioniert Tonys Strategie

Bei Domino’s Pizza verdiente er zu dieser Zeit 10 Dollar die Stunde (6,80 Euro). Dennoch kaufte er mit 19 Jahren ein heruntergewirtschaftetes Townhouse für 189.000 Dollar (130.000 Euro) – mit ein wenig Erspartem, einem Zuschuss des Bundeslandes New South Wales in Höhe von 7.000 Dollar und einem Bankkredit.

Er überredete Freunde, mit ihm dort einzuziehen und konnte seinen Anteil an der Rate drücken. Zudem renovierte er das Haus. Binnen eines Jahre hatte sich der Wert des Hauses dadurch verdoppelt. Das ist der entscheidende Schritt, den Tony seitdem immer wieder anwendet: Entweder päppelt er heruntergekommene Immobilien auf oder er kauft in Gegenden, in denen der Wert der Häuser bald steigt. Das ermöglicht ihm, Kapital aus der Immobilie abzuziehen. Mit diesem Geld kann er dann neue Immobilien kaufen.

Von dem Moment, an dem ich meine erste Miete überwiesen bekam, wusste ich, dass ich nichts anderes machen will.

Tony Fleming

Bescheiden bleiben

Mittlerweile teilt sich Tony die Investitionskosten häufig mit Freunden und Bekannten, die ebenfalls investieren wollen. Durch seine neue gewonnene Zeit, will Tony weiter Immobilien kaufen. Und er plant auch künftig, bescheiden zu bleiben – gut möglich, dass er diese Tugend braucht, wenn sich der Immobilienmarkt in New South Wales wieder abkühlt. Noch nie waren die Zinsen so niedrig und die Hauspreise so hoch wie jetzt. Die Gefahr einer Immobilienblase wie in den USA besteht auch in Australien.

Wer sich trotz allem als Investor versuchen möchte, dem rät Tony:

Nur weil du wenig verdienst, heißt das nicht, dass du keine Immobilie kaufen kannst. Gib einfach weniger Geld aus. Du musst nicht ständig in den Urlaub. Trink weniger Alkohol.

Ein Mineralwasser auf dich, Tony!