Statt langweiliger Nummern: US-Schüler*innen bemalen ihre Parkplätze

Nummerierte Parkplätze sind langweilig. Schöner ist’s, wenn das Auto auf dem selbst bemalten Stellplatz parken darf. Zum Beispiel auf einer Songzeile von Drake.

Screenshot: sarah_lightbody/Twitter

Bunte Parkplätze aus der Vogelperspektive. Screenshot: sarah_lightbody/Twitter

In den USA ist es üblicher als bei uns: Damit sie nicht mehr von den Eltern kutschiert werden oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen, kaufen sich volljährige Schüler*innen ein Auto. Oder besser, sie lassen sich eines von den Eltern schenken. Mit eigenem Auto können die so genannten Seniors (Zwölftklässler) dann lässig vorfahren.

Ein Auto möchte aber einen Parkplatz. Viele der High Schools haben daher groß angelegte Parkplatzanlagen vor ihren Schulen, wo jede Schülerin und jeder Schüler mit Auto einen eigenen Platz zugewiesen bekommt. Die sind, wie Parkplätze nun mal sind: grau, trist, langweilig. Anders ist das zum Beispiel an der West Orange High School in Florida oder an der James Bowie High School in Texas: Sie bieten ihren Seniors die Möglichkeit, ihre eigenen Parkplätze vor individuell zu gestalten.

Statt mit Nummern kennzeichnen dort das Cover des Lieblingsalbums, das Logo des liebsten Sportteams oder andere kreative Kunstwerke aus den Köpfen der Schüler*innen die Stammplätze. Vor allem aus der Vogelperspektive sieht das Ganze beeindruckend aus.

Vergangene Woche twitterte Martha Caldera ein Foto ihres Parkplatzes an der West Orange High School. Als Drake-Fan beschloss sie, ihren Stellplatz mit einer abgeänderten Variante seines Albumtitels „If You’re Reading This It’s Too Late“ zu verschönern. Der Tweet ging viral, er wurde mehr als 24.000 mal geteilt und fast 50.000 mal geliket.

Die Schüler*innen und deren Eltern finden die Möglichkeit, sich kreativ auszudrücken, so gut, dass die High School das Parkplatzmalen zur jährlichen Tradition erklärte. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass seit dem Jahr 2008 viele der Kunstklassen eingespart werden mussten.