Tantra: Von Fast-Food- zu Gourmet-Sex

Männer müssen sofort einen Ständer haben, Frauen feucht werden und am Ende muss ein Orgasmus her – dieser Leistungsdruck im Bett nervt Britta Kunze. Sie bietet Entschleunigung: mit Handarbeit der besonderen Art.

Tantra, das ist doch Räucherstäbchen-Sex, dachte Britta Kunze, als ihr Mann sie auf das Thema ansprach. Doch dann entdeckte sie ihre Begeisterung dafür – und macht selbst eine Ausbildung zur Tantra-Masseurin.

Was sie besonders daran liebt, ist die Entschleunigung. Rund zwei Stunden dauert eine Massage bei ihr im Schnitt. Das hat allerdings auch seinen Preis. Mindestens 200 Euro kostet eine Massage. Die Zeit dafür sollte man sich aber nehmen, findet die 34-Jährige: „Wenn eine Massage für eine halbe Stunde angeboten wird, dann ist es vielleicht eher eine schnelle erotische Dienstleistung und keine Tantra-Massage.“ Die Gesetzgebung sieht da aber keinen Unterschied: Vom ersten Juli an gelten Tantra-Massagen generell als Prostitution.

Die Kundschaft für Massagen besteht derzeit noch überwiegend aus Männern. Aber auch der Anteil der weiblichen Kundschaft wächst. Im Moment liege er bei etwa einem Drittel, schätzt Britta Kunze. Warum sie der Meinung ist, dass mehr Menschen über das Klischee des Räucherstäbchen-Sex hinwegschauen und Tantra ausprobieren sollten, erfahrt ihr in unserem Video.

Ihr Wissen rund um Intimmassage gibt Kunze unter dem Motto „Handarbeit mal anders“ ab diesem Frühjahr in Berlin an Frauen weiter.

Außerdem auf ze.tt