Tinder ist tot. Die coolen Kids chillen bald alle bei ‚Sindr‘, der holy App des Vatikans

Die katholische Kirche hat eine App entwickelt, die wie Tinder funktioniert. Nur findet man dort weder Sex noch die große Liebe. Zumindest soll man das nicht.

© Stocksnap/Ben White

Praise the Technologie! © Stocksnap/Ben White

Mithilfe der Catholic App können Gläubige künftig den nächstgelegenen Beichtstuhl oder Gottesdienst finden. (Anmerkung der Autorin: Wo sie ja vielleicht auf ihre große Liebe treffen. Oder einen One-Night-Stand-tauglichen Menschen. Hihi.)

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Dating-App Tinder: Via GPS wird der eigene Standpunkt geortet und Suchergebnisse in der Nähe angezeigt. Medien tauften die heilige App neckisch auf den Namen „Sindr“, obwohl die App ansonsten nur wenige Gemeinsamkeiten mit Dating-Apps wie Tinder oder Grindr aufweist.

Der Erzbischof Leo Cushley kündigte das Meisterwerk vatikanischen Innovationsgeistes am Dienstag vor dem Petersdom in Rom an. Der kreative Input kam laut dem Erzbischof vom Papst höchstpersönlich. „Er hat uns gesagt, wir sollen uns kreative Dinge für das Heilige Jahr der Barmherzigkeit überlegen“, sagte Cushley dem Vatikan Radio.

Das Jahr der Barmherzigkeit hatte Papst Franziskus im Dezember 2015 ausgerufen. Es endete am 20. November 2016. Während dieser Zeit sollte Barmherzigkeit ins Bewusstsein der Gläubigen gerückt werden.

[Außerdem bei ze.tt: Habemus Snapchat – Der Papst snapt]

Für alle Betmäuse, die jetzt verzweifelt den Appstore durchsuchen: Die Kirche launcht die App erst Anfang 2017. Dauert ja aber nicht mehr lange.