Twitter-User denken sich eigene „alternative Fakten“ aus

Wenn das Team Trump „alternative Fakten“ veröffentlichen darf, darf das jeder, dachten sich Twitter-Nutzer*innen und setzen kreative Lügen in die Welt.

"Mhh, welche alternativen Fakten erzähl ich heute so?" Foto: Drew Angerer/Getty Images

Wie viele Menschen sahen bei der Vereidigung von Donald Trump in Washington live zu? Medien berichteten von deutlich weniger Zuschauer*innen als bei Obama, das Trump-Team kam zu einem anderen Rechenergebnis: Sprecher Sean Spicer warf bei seinem ersten Presseauftritt im Weißen Haus den Medien „absichtlich falsche Berichterstattung“ vor; er behauptete, man habe bei der Inauguration „die größte Zuschauerzahl, die jemals einer Amtseinführung beigewohnt hat“ verzeichnet.

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Die Angabe stimmte nicht, wie sich schnell herausstellte. Kellyanne Conway, die Beraterin des US-Präsidenten, bezeichnete die veröffentlichten Zahlen des Trump-Teams allerdings als „alternative Fakten“.

Die Reaktionen auf diesen euphemistischen Begriff für „Lüge“ reichten von Wut über Empörung und mündeten in: Ironie. Auf Twitter posten Menschen ihre persönlichen „alternativen Fakten“. Hier ein paar Highlights:

Die Bahn überzeugt mit Pünktlichkeit.

Auch ’ne gute Version.

Das liegt im Zentrum unseres Interesses.

YES!

Wer hätte das gedacht.

Das ZDF macht auch mit.

Alternativer Nachhilfe-Unterricht. Interessant.

„Alternativ kompetent.“

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