Überlebende des 2. Weltkriegs schreiben Briefe an geflüchtete Kinder

Eine Organisation verschickt Hilfspakete an syrische Geflüchtete und legt Briefe bei, die Hoffnung geben sollen. Geschrieben sind sie von Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg selbst flüchten mussten.

© Carey Wagner/CARE

Helga war einst selbst Hilfspaket-Empfängerin. Jetzt schickt sie eines zu Sajeda, die vom Krieg in Syrien nach Jordanien flüchten musste. © Carey Wagner/CARE

Zum Glück wissen nur wenige von uns, wie es sich anfühlt, aus seinem Heimatland flüchten zu müssen. Im Gegensatz dazu stehen mindestens 11,6 Millionen Syrer*innen, die es ganz genau wissen. So viele sind laut dem UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) innerhalb und außerhalb ihres Landes auf der Flucht.

Menschen, die vor dem Grauen des Zweiten Weltkriegs flüchten mussten, haben wahrscheinlich Ähnliches erlebt – und verschickten nun Briefe mit aufbauenden Worten an syrische Flüchtlingskinder. Die Idee dazu hatte CARE, dieselbe Hilfsorganisation, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Nahrungsmittelpakete nach Europa schickte. Zwischen 1946 und 1960 erreichten Deutschland auf diese Weise fast zehn Millionen CARE-Pakete mit Nahrung, Kleidung und Medikamenten.

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CARE fragte Überlebende des Zweiten Weltkrieges, die damals selbst ein Hilfspaket erhalten haben, ob sie mit syrischen Flüchtlingskindern Kontakt aufnehmen wollen. Ob sie Erfahrungen mit ihnen teilen und ihnen Mut zusprechen wollen. Hier sind ihre Geschichten:

Hallo Zaher, hier ist Gunter

Gunter und Zaher mit Familie. | © Carey Wagner/CARE
Gunter in Chicago und Zaher mit Familie in Irbid. | © Carey Wagner/CARE

Gunter Nitsch, ehemaliger Vertriebsberater, wusste nicht viel über Zaher, als er seinen Brief verfasste. Nur, dass er ein acht Jahre alter Junge aus Syrien ist, der aus seiner Heimat nach Jordanien flüchten musste. „Ich bin 78 Jahre alt und lebe in den Vereinigten Staaten,“ beginnt Gunter seinen Brief. „Vor 70 Jahren, als ich – so wie du jetzt – acht Jahre alt war, war ich auch ein Flüchtling. Ich schreibe dir, um meine Geschichte mit dir zu teilen. Ich möchte dich wissen lassen, dass es, egal wie schlimm die Situation erscheint, gute Menschen auf dieser Welt gibt, die alles besser machen können.“

Als Gunter von der Idee erfuhr, syrischen Kinder zu schreiben, war er ohne zu zögern dabei. Er wollte Zaher nicht nur über die harten Zeiten berichten, sondern auch darüber, dass er jetzt ein glückliches Leben führt. Etwas, worauf sich auch Zaher freuen könnte.

„Es verging kein einziger Tag, an dem ich nicht hungrig war,“ schreibt er in seinem Brief. Er erzählt, wie er sein Zuhause in Langendorf in Ostpreußen verlassen musste, um (erfolglos) vor der russischen Armee zu flüchten. „Um meiner Familie zu helfen, bin ich zu besetzten Häusern gegangen, um zu betteln.

© Carey Wagner/CARE
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Im Laufe der Jahre entwickelte Gunter eine Leidenschaft für Papierflieger. Schon für seine beiden Söhne hat er sie gebastelt, so auch für Zaher. Drei verschiedene Flieger faltete er für ihn, inklusive der Aufschrift „Zaher Air Lines“. Dazu packte er ein paar schwarz-weiß Fotos von sich als er selbst jung war. Auf einem davon ist sein damaliger Schäferhund, Senta, zu sehen.

Noch heute erinnert sich Gunter an die Tränen, die er vergossen hatte, als er seinen Hund bei der Flucht zurücklassen musste. Mit ein paar Stiften, einem Notizheft, Schokolade, einem gestricktem Hut und einem aktuellen Selfie füllte er das Paket voll. Er wünschte, er könnte Zahers Reaktion sehen.

Eine Woche später schaut ein kleiner Junge im jordanischen Irbid auf das Foto des fremden, grauhaarigen Mannes. Er lächelt. „Er erinnert mich an meinen Großvater“, ruft er in der kleinen Wohnung, die er sich mit seinen Eltern und fünf Geschwistern teilt. „Ich würde ihm so gerne von meinem Leben in Syrien erzählen. Dass wir ein Haus hatten, Bäume, einen Garten.“

In Gunters Brief steht: „Ich vertraue mit ganzem Herzen, dass deine Schulsituation besser ist als es meine war. Und ich hoffe, dass auch dein Leben bald wieder besser wird. Egal, wo du bist, versuche immer so viel wie möglich zu lernen und Bücher zu lesen. Irgendwann kommt der Tag, an dem sich das rentiert.“ Zaher freut sich, er ist einer der wenigen Geflüchteten in Jordanien, die einen Platz in der Schule bekommen haben. „Sollte ich Gunter jemals treffen, erzähle ich ihm von der Schule, meinen Freunden und meinem Lieblingslehrer“, sagt er.

Zaher (im Batman-Shirt) posiert mit seinen Eltern und fünf Geschwistern in ihrem Wohnzimmer in Jordanien. | © Carey Wagner/CARE
Zaher (im Batman-Shirt) posiert mit seinen Eltern und fünf Geschwistern in ihrem Wohnzimmer in Jordanien. | © Carey Wagner/CARE

Zaher liest, dass Gunter nach Amerika immigrierte, dort seine jetzige Frau heiratete und zwei Söhne großzog. Er lässt die Papierflieger durch seine kleine Wohnung düsen und kichert, als einer davon seine Mama am Arm trifft. Währenddessen erzählt Zahers Vater, wie schön es ist, seinen Sohn wieder lächeln zu sehen: „Der Krieg hat Zahers Seelenzustand verändert. Er ist ruhiger und geht nicht mehr so auf andere Menschen zu. Sein Leben ist anders als früher. Er besitzt kaum mehr etwas, sein Spielzeug ist auch weg. Ich kann ihn hier nicht so gut versorgen wie in Syrien, weil notwendige Dinge einfach nicht verfügbar sind. Meine Hände sind gebunden.“

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Zaher und sein Vater betrachten das Bild von Gunter mit seinem Hund Senta. Auch sie vermissen ihre Haustiere: Ein paar Tauben und die geliebte Familienkatze mussten sie zurücklassen. Dann steht Zaher auf und beginnt sich für die Schule fertigzumachen. Er packt sein neues Notizheft und die neuen Stifte ein. Die, die er von einem fremden Mann am anderen Ende der Welt bekommen hat, aber gerade deswegen umso mehr Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben.

Hallo Sajeda, hier ist Helga

Helga mit Ehemann in Colorado Springs und Sajeda mit Familie in Zarqa. | © Carey Wagner/CARE
Helga mit Ehemann in Colorado Springs und Sajeda in Zarqa. | © Carey Wagner/CARE

Sajeda wollte unbedingt in Syrien bleiben. Doch als die Bombardierungen zu heftig wurden und die Opferzahlen immer weiter stiegen, mussten die Eltern eine Entscheidung treffen. Sajeda versteckte sich daraufhin auf dem Dachboden, sie wollte ihr Zuhause nicht verlassen. Sobald sie ihre Eltern fanden, verließen sie eilig und mit kaum Gepäck ihre Heimat. „Manchmal fragen mich Leute, was das Wertvollste ist, das ich zurückgelassen habe. Ich sage dann ‚mich selbst'“, erzählt Sajeda.

Die heute 16-Jährige lebt nun mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in einer ärmlichen Gegend im jordanischen Zarqa, in der Nähe der syrischen Grenze. Die Stimmung zwischen den alten Bewohner*innen und den Neuankömmlingen ist angespannt. Die Neuen würden Schulen und öffentliche Dienstleistungsbetriebe überlasten. Sajeda und ihre Geschwister spielen daher lieber in der Wohnung, aus Angst, sie könnten gemobbt werden.

© Carey Wagner/CARE
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Ende Januar diesen Jahres sitzt Sajeda mit ihrer Familie um einen Heizkörper in ihrem Wohnzimmer, als sie den handgeschriebenen Brief einer 87 Jahre alten Dame namens Helga Kissell öffnet. „Liebe Sajeda! Grüße von den Bergen in Colorado. Es ist Winter hier und der Schnee glänzt wunderschön gegen den blauen Himmel,“ schreibt Helga. Sajeda, die Rapmusik liebt und später einmal Journalistin werden möchte, erfährt im Brief, dass Helga ihre Leidenschaft für Musik und Schreiben teilt. Sie liest weiter über Helgas Jugend in Berlin während des Zweiten Weltkriegs: „Ich habe selbst erlebt, wie es ist, sein Zuhause zu verlieren und ein Flüchtling zu sein. Im Februar 1945 gab es schreckliche Bombenangriffe in meiner Heimatstadt. Mein Vater kam dabei ums Leben, unser Haus wurde völlig zerstört, wir haben alles verloren. Meine Mutter und ich hatten das Glück, einen der letzten Züge nach draußen zu kriegen. Alles, was wir hatten, war ein Koffer.“

Es steht weiter: „Denk immer an die guten Zeiten und freue dich auf das, was die Zukunft bringt. Es ist immer schwer, sich an die Lebensumstände in einem anderen Land einzustellen. Ich weiß es!“ Sajeda fängt an zu weinen, als sie das liest. Sie versteckt das Gesicht hinter ihren Händen. Auch wenn die Zeilen von einer fremden Person aus mehr als 11.000 Kilometer Entfernung stammen, lesen sie sich vertraut. Sie hätte nicht gedacht, dass irgendjemand ihre Geschichte nachvollziehen könnte: „Helga kennt meine Situation, sie versteht mich.“

Sajeda spielt mit ihren jüngeren Geschwistern Fußball im Wohnzimmer. Nach draußen gehen sie nicht gerne. | © Carey Wagner/CARE
Sajeda spielt mit ihren jüngeren Geschwistern Fußball im Wohnzimmer. Nach draußen gehen sie nicht gerne. | © Carey Wagner/CARE

Vor allem Helgas Beschreibung ihres Lebens als Flüchtling kommt Sajeda bekannt vor: „Wir fanden Zuflucht in Bayern. Es war friedlich und ruhig, aber die Leute dort waren nicht gerade freundlich. Sie konnten sich nicht damit anfreunden, ihre Zuhause mit Fremden zu teilen“, sagt die 16-Jährige. Wenn Sajeda in ihrer Nachbarschaft herumläuft, kommt es oft vor, dass andere ihre Kleidung und ihr Aussehen negativ kommentieren. Sie könne nicht mit allen offen sprechen und herumalbern, so wie sie es in Syrien getan hatte. Tatsächlich würde sie sogar ihre erste Unterkunft, ein jordanisches Flüchtlingscamp, bevorzugen. Da war sie zumindest von anderen Syrer*innen umgeben, die in der gleichen Situation steckten wie sie.

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Sajeda liest weiter, wie Helga einst Hilfspakete von einem amerikanischen Soldaten bekommen hatte. Ein Soldat, der später ihr Ehemann werden sollte: Diesen März feierten Helga und Joe ihren 68. Hochzeitstag. „Ihre ermutigenden Worte lassen mich fühlen, dass ich existiere“, sagt Sajeda. „Ich habe viele Träume, aber ich weiß nicht, ob sie jemals wahr werden. Ich muss ständig an meine Zukunft denken. Ob ich in Jordanien bleiben muss, oder nach Syrien zurückgehen kann.“ Am meisten würde sie die Blumen in ihrem ehemaligen Garten vermissen. So gerne möchte sie die Blumen wieder blühen sehen.

Hallo Shadi, hier ist Joe

Joe, eigentlich Joachim, an seinem ersten Geburtstag. Er und seine Familie immigrierten 1958 in die USA. Der 12 Jahre alte Shadi musste nach Jordanien flüchten. | © Carey Wagner/CARE
Joe (links), eigentlich Joachim, an seinem ersten Geburtstag. Er und seine Familie immigrierten 1958 in die USA. Der 12 Jahre alte Shadi (rechts) musste nach Jordanien flüchten. | © Carey Wagner/CARE
Joe Wernicke (beide Mitte) mit seinen Brüdern, Edmund und Werner, seiner Mutter Sieglinde und seinem Vater Alfred in Deutschland kurz vor der Abreise in die USA. | © Carey Wagner/CARE
Joe Wernicke (beide Mitte) mit seinen Brüdern, Edmund und Werner, seiner Mutter Sieglinde und seinem Vater Alfred in Deutschland kurz vor der Abreise in die USA. | © Carey Wagner/CARE

Shadi, ein 12 Jahre altes Flüchtlingskind aus Syrien, nimmt einen neuen Notizblock und Stifte aus einem Paket. Der Absender ist ein Mann aus Indianapolis namens Joe Wernicke. Der Junge fängt sofort an, aus dem Gedächtnis sein Haus in Syrien zu zeichnen, mitsamt seiner Familie, den Bäumen im Hof, und seinem alten Fahrrad, mit dem er früher nach der Schule in der Nachbarschaft herumfuhr.

Er und seine Familie mussten vor vier Jahren aus ihrem Zuhause in Damaskus flüchten, das durch Bombenangriffe gänzlich zerstört wurde. Heute leben sie in einem kleinen Apartment in Jordanien und gedenken einem noch größeren Verlust: Shadis elf Jahre alter Cousin ist noch in Syrien an einer Krankheit gestorben. Ein Krankenhaus und somit lebensrettende Maßnahmen war ihnen in der belagerten Heimatstadt nicht zugänglich. Seitdem träumt Shadi von einer Rückkehr nach Syrien, um dort Arzt zu werden.

Shadi beim Spielen mit Freunden in Jordanien. | © Carey Wagner/CARE
Shadi beim Spielen mit Freunden in Jordanien. | © Carey Wagner/CARE

In dem Überraschungspäckchen ist neben Süßigkeiten und einem Hut auch ein Brief von dem 67 Jahre alten Joe. Darin beschreibt er seine Zeit als deutsches Flüchtlingskind in der Nachkriegszeit, er erinnert sich an seine Flucht vor dem Kommunismus und an die Hilfslieferungen aus Amerika: „Wir hatten ähnliche Erlebnisse. Wir sind beide Flüchtlinge“, schreibt er. Er bestärkt ihn, trotz der vielen schlimmen Erfahrungen, niemals aufzugeben: „Du und deine Familie sind nicht alleine. Es gibt viele Menschen und Organisationen, die euch helfen wollen.“

Vor allem Shadis Wunsch, einmal Arzt zu sein, geht Joe nahe: „Gebe deine Träume nicht auf. Gerade jetzt sieht es vielleicht aus, also könntest du nie zur Schule gehen und Arzt werden. Aber wenn du weiter daran arbeitest, wird dein Wunsch in Erfüllung gehen. Ich weiß es, ich bin auch Arzt geworden.“

Hallo Duha, hier ist Renata

Renata wohnte mit ihrer Mutter und ihren zwei jüngeren Schwestern im Haus ihrer Großeltern. Bevor sie 1960 in die USA zogen, war ihr Name Renate Hengst Göttingen. Duha öffnet gerade gemeinsam mit ihrer Schwester den Renatas Brief. | © Carey Wagner/CARE
Renata (links) wohnte mit ihrer Mutter und ihren zwei jüngeren Schwestern im Haus ihrer Großeltern. Bevor sie 1960 in die USA zogen, war ihr Name Renate Hengst Göttingen. Duha (rechts) öffnet gemeinsam mit ihrer Schwester Renatas Brief. | © Carey Wagner/CARE

Renata erinnert sich nur allzu gut an ihre Flucht vor dem Krieg. Sie weiß noch, wie ein sehr betrunkener Mann an die Tür ihrer Familienwohnung in Deutschland klopfte und sie vor den angreifenden Russen warnte. Sie, ihre Mutter und ihre beiden Schwestern flüchteten mit nur einem Koffer zum Haus ihrer Großeltern in Westdeutschland. Jede Nacht hätten sie dort unter Treppen gekauert und gehofft, dass die Bomben sie nicht erreichten. Damals war sie sieben Jahre alt, heute lebt sie in Tampa in Florida.

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„Ich würde dich gerne kennenlernen“, schreibt sie in ihren Brief, „und ich hoffe, dass ich dir helfen kann, deine Ziele zu erreichen.“ Die Zeilen sind an Duha gerichtet, die 13 Jahre alte Schwester von Sajeda. Ihr Traum ist es, Arzt zu werden, sie möchte den Körper und Geist von anderen flicken. Duha und ihre Familie mussten nach der Flucht lange im Zelt in einem jordanischen Flüchtlingsheim leben. Die Sommer waren heiß und trocken, die Niederschläge im Winter fluteten regelmäßig ihr Zelt. „Wir bekamen jeden Tag etwas zu essen. Aber manchmal war es bereits verdorben, wir mussten es wegwerfen und bis zum nächsten Tag hungrig bleiben“, sagt sie.

Duha vor ihrer Wohnung in Jordanien. Auf die Hauswand hat sie auf arabisch "Syrien" geschrieben. | © Carey Wagner/CARE
Duha vor ihrer Wohnung in Jordanien. Auf die Hauswand hat sie auf arabisch „Syrien“ geschrieben. | © Carey Wagner/CARE

Immer noch besser als in Syrien. Angst, bewaffnete Auseinandersetzungen und Demonstrationen, und die vielen Hausdurchsuchungen brachten Duhas Familie zur Flucht. Am meisten vermisse die 13-Jährige die Schaukel in ihrem Garten, wo sie früher mit ihrer Schwester spielte. In Jordanien ergatterte sie einen der wenigen Schulplätze. Doch auch dort ist es schwer anzukommen: „Jeder ist fremd. Sogar in der Schule sagen sie uns dauernd ‚Ihr Syrer habt hier keine Zukunft'“, sagt sie.

Duha träumt davon, in ihr Zuhause in Syrien zurückzukehren. Zu ihren Freund*innen, ihrer Schule, ihrer Nachbarschaft – und zu ihrer Schaukel. Im Paket von Renata findet sie ein leeres Tagebuch, das ihr über die schweren Zeiten helfen soll. „Renatas Brief ist sehr ermutigend, weil sie mir sagt, dass ich niemals die Hoffnung aufgeben soll.“