Uli Hoeneß will wieder Bayern-Präsident werden. Ist das okay?

Im Februar ist Uli Hoeneß auf Bewährung freigekommen, nachdem er wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden war. Jetzt will er wieder Präsident des FC Bayern werden.

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Nach seinem Gefängnisaufenthalt will Uli Hoeneß wieder Bayern-Präsident werden und stellt sich im November zur Wahl. © Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images

Ohne Uli Hoeneß wäre der FC Bayern München nicht das, was er heute ist. Ein kurzes Recap: Nach einer Karriere als Fußballer übernahm Hoeneß mit 27 Jahren die Kontrolle über den Verein. Er war damit der jüngste Manager in der Bundesliga-Geschichte – und er war sehr erfolgreich: 16 Meisterschaftstitel und neun DFB-Titel konnten die Bayern unter seiner Führung nach Hause holen, auch in den Uefa-Ligen räumte das Team ab. 2009 stieg Hoeneß schließlich zum Präsidenten des Fußballvereins auf.

Auf diese Erfolgsgeschichte folgte 2013 der Fall. Uli Hoeneß erstattete im Januar Selbstanzeige. Das Delikt: Steuerhinterziehung. Weil er 43 Millionen Euro unterschlagen hatte, musste Hoeneß zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten antreten.

Auf Bewährung kam er dieses Jahr frei. Jetzt plant er sein Comeback, wie der Fußballverein in einer Pressemitteilung ankündigte. Hoeneß stellt sich im November zur Wahl als Präsident des FC Bayern, um Karl Hopfner abzulösen. Hopfner tritt bei der Hauptversammlung nicht wieder an. Der 64-jährige Hoeneß steht bislang ohne Gegenkandidaten da.

Die Ankündigung sorgt auf Twitter für Nicken wie für Kopfschütteln. Das eine Lager findet: Hoeneß hat seine Strafe verbüßt. Das andere Lager hält dagegen: Einen, der bewusst Steuern hinterzieht, darf man nicht erneut zum Manager machen.

Wie seht ihr das?