Unicef erzählt die Flucht syrischer Kinder als Spukgeschichte

Screenshot: © UNICEFmena/Youtube

Malak auf dem Boot Screenshot: © UNICEFmena/Youtube

Bei ihrer Flucht aus Syrien erleben Kinder Grausames. Unicef erzählt ihre Erlebnisse in der schaurigen Video-Reihe „Unfairy Tales“ nach.

Malak ist sieben. Ihre Kindheit hat sie in Syrien verbracht – bis sie mit ihrer Mutter vorm Krieg flüchten musste. Malaks Geschichte erzählt Unicef unter dem Titel „Malak und das Boot: Eine Reise aus Syrien“ als erste Folge einer Web-Reihe. Mit „Unfairy Tales“ begleitet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen eine aktuelle Spendenkampagne.

Das Video zeigt die Flucht aus Malaks Sicht: Zusammengedrängt mit dunklen Gestalten hockt sie auf einem Boot. „Es war sehr groß. Als ich es zum ersten Mal sah, hatte ich große Angst“, erzählt sie. Die Wellen des Mittelmeers türmen sich wie ein Ungeheuer auf und schlagen erbarmungslos auf die Gruppe ein. „Ich hatte das Gefühl, meine Mutter und ich könnten ertrinken“, sagt sie.

Am Ende des Kurzfilms ist Malak allein. Niemand außer ihr scheint überlebt zu haben. „Ich hatte viele Freunde“, sagt sie. Sie weint. „Jetzt ist keiner mehr übrig.“

Folge 1: „Malak und das Boot“

Folge 2: „Die Geschichte von Ivine und dem Kissen“

Folge 3: „Mustafa geht spazieren“

Laut Unicef lebten 2015 fast sechs Millionen Kinder in Syrien unter ärmlichen und teils lebensbedrohlichen Verhältnissen. Weitere zwei Millionen sind in die Nachbarländer Jordanien, Irak, der Türkei oder Ägypten geflüchtet.

Die Serie „Unfairy Tales“ erzählt ihre Geschichten. Die animierten Kurzfilme entstehen aus einer Kooperation der Initiativen #NoLostGeneration und #ChildrenofSyria. Mit der Unterstützung von Unicef setzen sie sich seit 2013 für eine Generation ein, deren Kindheit von Gewalt und Hunger geprägt ist. Sie sammeln Spenden für Kleidung, Medikamente und Bildung.

Die zweite Episode der Web-Serie, „Ivine and Pillow“, soll im März erscheinen.