„Lass dir von niemandem sagen, was du kannst oder nicht kannst“ – unterwegs mit Raul Krauthausen

Jeder zehnte Mensch in Deutschland hat eine Behinderung – aber warum nehmen wir Menschen mit Behinderung in unserem Alltag so selten wahr? Wir haben mit einem der bekanntesten Aktivisten für Inklusion und Barrierefreiheit darüber gesprochen.

© ze.tt / Leon Krenz

Raul Krauthausen setzt sich als Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit ein © ze.tt / Leon Krenz

Raul Krauthausen sagt über sich selbst, dass er ein unglaublich ungeduldiger Mensch ist. Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes und Mitgründer der Sozialhelden, eines Vereins für Inklusion. Und Raul sitzt in einem Rollstuhl, weil er seit seiner Kindheit die Glasknochenkrankheit hat.

Er ist präsent, moderiert eine eigene Show, „Krauthausen face to face“. Er bloggt und spricht auf Bühnen über Inklusion. Damit ist er etwas Besonderes: Obwohl Statistiken nach fast jeder zehnte Mensch in Deutschland eine Behinderung hat, begegnen wir Menschen mit Behinderung im Alltag selten. „Die sind meistens wegsortiert“, sagt Krauthausen – in Förderschulen, Therapiezentren oder Berufsbildungswerken.

Wir waren einen Tag lang mit Raul Krauthausen unterwegs, um seine Perspektive auf unsere Gesellschaft und den Umgang miteinander besser zu verstehen.