Alles nur ein grausamer Scherz: Verschwundener Brite in Thailand wieder aufgetaucht

„Wir werden uns niemals wiedersehen“, sagte Jordan Jacobs zu seiner Familie. Dann verschwand er auf der thailändischen Insel Ko Phi Phi Don. Jetzt kam raus: Er hat seine Familie nur verarscht.

Screenshot: Facebook

Jordan Jacobs: "Ein bisschen zuviel Spaß gehabt" Screenshot: Facebook

Das Foto von Jordan Jacobs ging um die Welt. Der 21 Jahre alte Rucksacktourist war auf einer Insel vor Thailand verschwunden, angeblich in den Händen eines Mannes, der ihn nicht mehr gehen lassen wollte. Der britische Telegraph will ihn nun aufgespürt haben. Jordan wird zitiert, er habe nur ein bisschen rumgehangen und „vielleicht ein bisschen zuviel Spaß“ gehabt.

Die Familie war verzweifelt und suchte Jordan per Facebook. „Er war aufgebracht“ beschreibt seine große Schwester Emily den Zustand ihres Bruders, als ihre Eltern zuletzt mit ihm sprachen. Er hatte Weihnachten zu Hause sein wollen, nach einem Jahr Reise durch Asien. Stattdessen sandte er immer beunruhigendere Nachrichten.

Bereits am Sonnabend soll er seiner Mutter geschrieben haben, dass er sie niemals wiedersehen werde, es ihm leid tue und er seine Familie liebe, hatte seine Schwester Emily berichtet. Seine Familie bat ihn daraufhin, dringend anzurufen. Das tat er und sagte, er sei bei einem Thailänder, der ihn nicht gehen lassen wolle. Er habe Angst. Dann endete der Kontakt.

Seine Mutter kündigte an, ihre Krebsbehandlung auszusetzen, um ihren Sohn zu suchen. Der Facebook-Post der Schwester, in dem sie um Hilfe bittet, wurde tausendfach geteilt. Auf Ko Phi Phi Don schwärmten Polizisten aus, um Jordan zu suchen.

Jordan will von alledem nichts mitbekommen haben, schreibt der Telegraph. Sein Ladekabel sei irgendwie verschollen; Partys und ein geplanter Tauchkurs hätten ihn abgelenkt – bis die Polizisten ihn fanden.

Ein bisschen reumütig zeigte er sich auch: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass sie sich so viele Sorgen gemacht haben. Und ich fühle mich schuldig, dass ich ihnen Sorgen und Umstände bereitet habe.“

Ob er sich zu Weihnachten noch nach Hause traut, ist bislang nicht bekannt. Der Telegraph will am Telefon von ihm gehört haben, dass er zuerst einmal seinen Tauchkurs macht.