Videoserie: So macht ihr Shampoo einfach selber

Schluss mit Plastik und Zusatzstoffen in unseren Kosmetika. In unserer Videoserie machen wir Pflegeprodukte einfach selbst.

In den Einkaufsregalen, in der Luft, im Meer: Plastik und Zusatzstoffe sind überall. Eine neue Studie zeigt: Bis 2050 könnte im Meer mehr Plastik als Fische schwimmen. Zeit, etwas dagegen zu tun. Im vierten Teil unserer Serie stellen wir Shampoo her.

Ein einfacher Weg, Plastik in seiner kleinen und seiner großen Form aus dem Weg zu gehen ist: Kosmetik #selbermachen. Dazu braucht man keine exotischen Zutaten aus dem Chemielabor. Das meiste findet man in der Küche.

Aufbewahren kann man die selbstgemachte Kosmetik in kleinen Blechdosen oder Einmachgläsern. Wichtig: Die Behälter sollten vorher gut mit kochendem Wasser ausgespült werden. Das tötet Keime ab und die Produkte halten sich länger.

Für ein DIY-Shampoo braucht ihr lediglich:

  • 50 Gramm Roggenmehl
  • Ein Glas lauwarmes Wasser.
  • Etwas Geduld

Mehl und Wasser vermischen, bis die Mischung eine gelartige Konsistenz annimmt. Das Ganze sollte dann am besten drei Stunden stehen, damit sich das Mehl vollständig mit Wasser vollziehen kann. Das Gel auf dem nassen Haaransatz verteilen und einige Minuten einwirken lassen. Danach kann das DIY-Shampoo wie herkömmliches Shampoo ausgespült werden. Eine saure Spülung ist bei dieser Methode nicht notwendig.

Diese Produkte könnt ihr außerdem noch selber herstellen:

Hier das Rezept für das Deospray:

  • ein paar Blätter frische Minze
  • 100 Milliliter abgekochtes Wasser
  • eine halbe unbehandelte Limette
  • ein Teelöffel Natron
  • eine Prise Salz

Tee aus abgekochtem Wasser und frischer Minze brühen. Die Flüssigkeit nach dem Abkühlen mit Limettensaft mischen und in eine Zerstäuberflasche aus Glas füllen. Natron und Salz dazugeben und kräftig schütteln.

Das braucht Ihr für die DIY-Zahnpasta:

  • 200 Gramm weiße Lavaerde
  • eine Messerspitze Fluoridsalz (Salz mit zugesetztem Fluorid)
  • 50 Milliliter stark gebrühter Salbei- oder Pfefferminztee
  • ein halber Teelöffel gemahlene Nelken

Einfach alle Zutaten zu einer homogenen Paste verrühren und in eine luftdichte Blechdose füllen. Im Kühlschrank hält sich die selbstgemachte Zahnpasta noch länger.

Für die Badekugeln braucht Ihr:

  • 110 Gramm Natron
  • 60 Gramm Zitronensäure
  • 60 Gramm Speisestärke
  • 1 ½ Teelöffel Wasser
  • 1 Teelöffel ätherisches Öl nach Wahl
  • 1 ½ Teelöffel Kokosöl

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermengen. In einer zweiten Schüssel die feuchten Zutaten verrühren. Anschließend die feuchten Zutaten sehr langsam zu den trockenen geben. Beginnt die Masse zu schäumen, die Flüssigkeit noch langsamer hinzugeben. Alles gut miteinander verrühren, bis die Masse eine Konsistenz von feuchtem Sand hat. Die Masse in die Form geben und ungefähr zwölf Stunden an einem kühlen, trockenen Ort trocknen lassen. Dann die Masse vorsichtig aus der Form lösen. Alternativ könnt ihr die Kugeln auch wie im Video per Hand formen.

Und so vermeidet ihr übrigens noch mehr Plastikmüll im Bad:

  • Bambuszahnbürste statt Plastikzahnbürste
  • Q-Tips mit Pappstiel statt mit Plastikstiel
  • Menstruationstasse statt Tampons
  • wiederverwendbare Wattepads aus Bio-Baumwolle statt Einweg-Pads