Vielleicht bewerbe ich mich bei der deutschen Cannabisagentur, mal schauen

Ich glaube zwar nicht, dass ich genommen werden würde, aber who cares. Jetzt erstmal ’ne TK-Pizza in den Ofen, dann Bewerbungsschreiben aufsetzen.

Sharing ist voll mein Ding: Nach zwei Zügen gebe ich weiter. © dpa

Alter. Es passiert wirklich: Künftig verdient nicht mehr nur der Dealer um die Ecke sein Geld mit Gras, auch wir können damit legal Kohle verdienen, ohne den ganzen Struggle mit den Cops. Das Bundesamt für Arzneimittel schrieb jetzt die erste Stelle für die staatliche Cannabisagentur aus. Dort soll ab März „Cannabis von pharmazeutischer Qualität“ hergestellt werden.

[Außerdem auf ze.tt: Endlich: Cannabis wird auf Rezept freigegeben]

Leute! Wer da arbeitet, zieht künftig allerfeinste Knollen auf Staatskosten hoch, auf Vollzeit und unbefristet. Das Gehalt ist zu Beginn etwas mager: 2.638,76 Flocken brutto, nach Beamten-Besoldungsgruppe A9. Und für die Arbeit müsste man zuerst mal nach Bonn ziehen, aber für so einen Job kann man ja schonmal auf den Wohnort scheißen.

Das Tätigkeitsprofil kickt beim Lesen allerdings nicht so sehr: Zunächst mal soll man „Aufgaben in der Errichtungsphase der Cannabisagentur“ übernehmen, was sich eigentlich geil nach Plantagenaufzucht und so anhört. Aber dann steht da noch „Erstellung interner Dokumente für das Qualitätsmanagement“. Unter „Qualitätsmanagement“ bei einer Cannabisagentur stelle ich mir schon was anderes als Formulare abstempeln vor, mit dem ganzen heftigen Dope, das da rumliegen wird.

Egal: Obwohl die Stellenbeschreibung eher nach lahmen Bürojob mieft, habe ich mal ein ausdrucksstarkes Bewerbungsschreiben aufgesetzt.

TK-Pizza ist fertig. Weiß noch nicht, ob ich es so abschicke. Mal schauen. Soll ich?