Vogue zeigt zum ersten Mal ein Model mit Hi­dschab auf dem Cover

Vogue setzt ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit für Kopftuch tragende Muslimas.

Halima Aden auf der Vogue. Screenshot: @RaceForward/Twitter

Wenn man an die Modeindustrie denkt, sind Diversität und Inklusion nicht unbedingt die ersten Worte, die einem einfallen. Nur selten zeigt die Branche, dass sie aus den festgefahrenen Schönheitsvorstellungen ausbrechen kann.

Anders ist es bei Halima Aden, einem 19 Jahre alten Model aus den USA mit somalischen Wurzeln. Sie ist Muslima und trägt aus Überzeugung einen Hidschab – und ist damit das erste Model überhaupt auf der Titelseite eines Vogue-Magazins, das ein Kopftuch trägt.

Ganz ohne wallendes Glänzehaar und tiefe Ausschnitte läuft sie seit vergangenen Winter die Laufstege dieser Welt auf und ab, und feierte dabei bereits zwei weitere Premieren. Nachdem sie als erste Teilnehmerin mit Hidschab und Burkini den Miss-Minnesota-USA-Schönheitswettbewerb gewann, war sie zusätzlich die erste Frau, die jemals mit Hidschab auf der Fashionweek in New York lief. „Wenn ich auf dem Laufsteg bin, möchte ich, dass die Menschen sehen, dass ich einen Hidschab trage. Aber ich bin auch eine Million Dinge mehr. Ich will an einen Punkt kommen, wo wir einfach Frauen sehen“, sagt sie zu Vogue Arabia.

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Jetzt strahlt sie in schwarz-weißem Seidengewand von der Juni-Ausgabe der Vogue Arabia. Aden teilte Videos auf Instagram, in denen sie durch das Heft blättert und dabei scherzt: „Ist das das echte Leben? Zwickt mich!“ Der Moment, als sie sich das erste Mal auf dem Cover sah, sei surreal und traumartig gewesen. „Ich weiß diese Möglichkeit mehr als zu schätzen“, schreibt sie auf Instagram.

Mit ihrem Erfolg möchte Aden auch eine Botschaft vermitteln. Ihr Ziel sei es, muslimischen Frauen und Mädchen zu zeigen, dass es okay ist, Stereotype zu brechen. „Bleib dir selbst treu – Barrieren können und werden brechen!“

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