Warum Arbeit viel härter als das Studium ist

Arbeiten bedeutet Freiheit und endgültige Selbstständigkeit nach den jahrelangen Strapazen des Studiums – soweit die Theorie. Doch die Realität zeigt schnell, dass das Leben mit Job härter sein kann, als jede noch so lange Hausarbeit. Wir haben 10 Gründe gesammelt, warum Arbeit nervt.

© Monika Skolimowska/dpa

Öhm. © Monika Skolimowska/dpa

Natürlich ist das Ziel eines jeden Studiums ein möglichst sicherer und halbwegs gut bezahlter Job. All die Nächte, in denen du noch die letzten Seiten des Essays kurz vor der Deadline in die Tasten gehauen oder hunderte Seiten Skript in deinen Kopf gezwängt hast, müssen sich schließlich gelohnt haben. Was dir aber bisher nicht gesagt wurde, ist, dass der tägliche Gang ins Büro viel anstrengender sein kann, als es dein Studium je war.

1. Snoozen ist nicht mehr

Zugegeben, es gibt Konzepte wie flexible Arbeitszeiten und Gleitzeit, aber wer ein Mal eine halbe Stunde später als üblich zum eigenen Schreibtisch läuft und die Blicke der Kolleg*innen im Nacken spürt, der weiß, wo der eigentliche Walk of Shame stattfindet. Gelobt sei die akademische Viertelstunde!

2. Samstags lange schlafen – ein verlorenes Relikt

Dank deines säuberlich getakteten Tagesablaufs während der Wochentage stellt sich dein Körper – weitsichtig wie er ist – einen kleinen inneren Wecker, um dich vor dem Verschlafen zu bewahren. Schade nur, dass er diesen Wecken am Wochenende scheinbar nicht ausstellen kann und du auch Samstags die Augen aufschlägst, bevor die erste U-Bahn fährt.

3. Die besten Partys steigen immer unter der Woche

Es ist, als müssten dir die Student*innen jeden Mittwoch aufs Neue unter die Nase reiben, dass sie Donnerstag im Notfall einfach liegen bleiben, während du dich aus den Federn quälst. “Wer feiern geht, der kann auch arbeiten” – spätestens nach der zweiten Party in Folge zeigt sich, dass das definitiv ein Gerücht sein muss.

4. Du bist müde

Immer.

Logische Folge aus Punkt 1, 2 und 3.

5. Die Schlange im Supermarkt nach Feierabend

Schon mal versucht “eben schnell” um 17:30 Uhr eine Kleinigkeit im Supermarkt zu holen? Natürlich nicht. Es ist Wahnsinn. Falls du dich bisher gefragt hast, wann eigentlich alle Menschen einkaufen, während du morgens durch die leeren Gänge schlendertest, bekommst du nach Feierabend die Antwort.

6. Der Welpenschutz ist endgültig aufgehoben

Die Ausrede, dass du ja noch lernst und deswegen ein wenig länger brauchst, zählt leider nicht mehr, wenn der Abschluss erstmal an der Wand hängt. Ab jetzt wird von dir erwartet, dass du Bescheid weißt und ablieferst. Das kann im schlimmsten Fall auch mal bedeuten, für Fehler gerade stehen zu müssen, wenn du es vermasselt hast.

7. Du wirst unfreiwillig zum Weekendplaner

In der Woche hast du leider keine Zeit mehr für große Unternehmungen mit Freunden, weswegen du sie einfach aufs Wochenende verschiebst. Das mag kurzfristig funktionieren. Der Nachteil ist nur, dass du die Entfernung zwischen dir und deinem nächsten “Wochenende für dich” deswegen mittlerweile locker in Jahren angeben könntest.

8. Die Zeit wird knapp

Einkaufen, Leergut wegbringen, Wäsche waschen und ab und zu die Familie anrufen. Es ist erstaunlich, wie viel Zeit all das kosten kann. Besonders, wenn du es dann tust, wenn es auch alle anderen tun – direkt nach dem Feierabend. Von Behördengängen sollten wir am besten erst gar nicht reden.

9. Deine Hobbys sterben

Die Küche ist aufgeräumt, der Kühlschrank gefüllt und Mama via Telefon auf den neuesten Stand gebracht: Du weißt, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre, um mal wieder ein wenig Sport zu treiben oder Musik zu machen.

Und legst dich trotzdem erschöpft vom Tag auf dein Sofa und schläfst sofort ein.

10. Du wohnst alleine

Wer arbeitet, der kann endlich die chaotische Student*innen-WG verlassen und das dreckige Geschirr der anderen hinter sich lassen. Nach ein paar Wochen in den eigenen vier Wänden stellst du beim Blick in die Küche aber fest, dass es wohl nicht nur die anderen waren, die sich vor dem Abwasch gedrückt haben.

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