Warum in Venedig riesige Hände aus dem Wasser ragen

Wenige andere Städte sind so vom Klimawandel bedroht wie Venedig. Der italienische Bildhauer Lorenzo Quinn installierte deswegen eine Skulptur mitten in der Stadt. Was steckt dahinter?

Raise awareness! Screenshot: ecodek/Twitter

Schreitet die Erderwärmung künftig weiter voran, könnte Venedig in weniger als einhundert Jahren unter Wasser liegen. Davor möchte der italienische Künstler Lorenzo Quinn warnen – mit zwei riesigen weißen Kinderhänden, die so aussehen, als würden sie eine Hauswand stützen. Die Skulptur namens Support ist an der Hauswand des berühmten Ca‘ Sagredo Hotels angebracht und soll eine klare und einfache Nachricht vermitteln: Gemeinsam – und nur gemeinsam – können wir den Klimawandel bremsen.

Die Botschaft ist klar, das Bild weniger: Quinn habe die Hände mit Absicht so kreiert, dass man auch glauben könnte, sie würden das Gebäude ins Wasser ziehen. „Die Hand hat so viel Macht: die Macht zu lieben, zu hassen, zu schaffen und zu zerstören“, sagt Quinn zur Halcyon Galerie. Es liege daher in der Verantwortung des Menschen, seine Kapazitäten zusammenzusammeln und die Erde zu retten.

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Die Skulptur wurde pünktlich zu Beginn der diesjährigen Biennale in Venedig angebracht, in der Nacht wird sie von oben mit Flutlichtern beleuchtet. „Venedig ist eine schwimmende Kunststadt, die Kulturen über Jahrhunderte hinweg inspiriert hat. Um das weiterhin zu tun, braucht sie die Unterstützung unserer und der zukünftigen Generationen. Denn sie ist von Klimawandel und Verfall bedrohnt“, sagt Quinn.

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