Warum wir auf Leihfahrrädern sicherer fahren

Radfahrer im Stadtverkehr leben immer irgendwie gefährlich. Aber eine US-Studie belegt nun: Fahrer von Leihrädern sterben seltener. Das hat auch was mit der schlechten Qualität der Räder zu tun.

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Leihräder in New York City © picture alliance

Viele tausend Mietbikes rollen durch deutsche Städte. Wir müssen sie nicht mehr umständlich aus dem Laden holen, sondern mieten sie bequem und rund um die Uhr an Fahrradstationen, in der Regel können wir sie sogar vor ab über eine App reservieren.

Statistiker haben nun die Unfallzahlen auf amerikanischen Straßen ausgewertet und festgestellt: Auf einem Mietrad ist bislang noch niemand gestorben. Zwar starben auch auf anderen Rädern nicht besonders viele – 21 unter 100 Millionen – aber dennoch waren die Wissenschaftler überrascht. Sie hatten erwartet, dass Radler ohne eigenes Rad häufiger schwere Unfälle hätten.

Vielleicht liegt das einfach daran, dass die Räder so schlecht sind, dass niemand auf ihnen schnell fährt, vermutet Brad Plumer von vox.com. Denken wir an die deutschen Mieträder: schwere Rahmen, wenig Reifendruck, merkwürdige Größe. Spaß geht anders. Die aufrechte Sitzposition gibt mehr Überblick und verlagert den Schwerpunkt so, dass Schnellfahren sich wirklich gefährlich anfühlt.

Die Unternehmensberater von Roland Berger erwarten, dass sich der Weltmarkt für Bike-Sharing bis 2020 vervierfacht. Wichtig sei dabei vor allem, dass die Bikes möglichst überall verfügbar sind und die Leihstationen gut erreichbar sind, idealerweise in der Nähe von Bus- und Bahnhaltestellen.