Was gegen deinen Herbstblues hilft

Wenn die schreckliche Übergangsjacken-Zeit beginnt und es draußen kalt wird, bekommen wir richtig schlechte Laune. Aber an unserer seelischen Verfassung können wir arbeiten. Zumindest ein bisschen!

Herbstblues

Ja, der Herbst ist kalt, nass und dunkel – aber Mimimi bis März ist auch keine Lösung! © pexels.com

Wir stehen auf und es is dunkel. Wir kommen nach Hause und es ist dunkel. Dazwischen: ein graues Schimmern. Auch, wenn der Herbst an unserem Vitamin-D-Spiegel zehrt und unsere Laune trübt – wir sollten uns davon nicht beirren lassen.

Das „Oh-mein-Gott-es-ist-alles-scheiße-im-Herbst-und-Winter“-Ding trägt einen Namen: Herbstblues. Fast jede*r fünfte Deutsche leidet an einer mehr oder weniger starken „saisonal abhängigen Depression“.

Wir Menschen brauchen Licht, um Energie zu haben, uns wach und munter zu fühlen. Wenn das dauerhaft fehlt, schüttet die Zirbeldrüse in unserem Gehirn durchgängig das Schlafhormon Melatonin aus. Kurz: Unser Hirn denkt, es wäre permanent Nacht (furchtbare Vorstellung!). Nicht umsonst halten Tiere wie der Igel Winterschlaf. Die sind halt schlau.

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Da wir jedoch keinen Winterschlaf halten und sechsmonatiges Mimimi keine Lösung sein kann, müssen wir Maßnahmen ergreifen.

Das hilft gegen deinen Herbstblues:

Melde dich in einem (teuren) Fitness- oder Yoga-Studio an

… damit du auch WIRKLICH hingehst! Okay, okay – das Risiko, Geld aus dem Fenster zu werfen, ist groß. Aber die Motivation, die Kurse zu besuchen ist umso höher. Fakt ist, dass Bewegung gut tut –auch, wenn die Außentemperaturen nicht dazu einladen. Hinzu kommt: Mehr Geld steht oft für höhere Qualität der Kurse. Und falls du wirklich, wirklich kein Geld hast, gibt es auf Youtube tolle Sportler*innen-Kanäle für Zuhause. Oder schnapp dir deine Sportschuhe, in denen du einfach mal 20 Minuten Laufen gehen kannst. Erfordert Disziplin, wirkt aber Wunder. Versprochen.

Besorge dir dicke Bücher!

Sicher, was mit Freund*innen zu unternehmen, macht Spaß und so. Aber an manchen Tagen sind andere Menschen einfach überfordernd. Glücklicherweise gibt es etwas, das du alleine machen kannst und das erwiesenermaßen gegen Herbstblues hilft: Bücher lesen. Ist deine Welt trist und grau, flüchte dich in eine andere. Besonders gut geht das bei Mehrteilern. Die Protagonist*innen werden zu vertrauten Personen und ihr Schicksal fesselt dich umso mehr.

Unsere Empfehlungen: Das Lied von Eis und Feuer, Ein Fall für Miss Marple oder Harry Potter.

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Besuche einen Indoor-Spielplatz

Die meisten haben tatsächlich Erwachsenenabende. Es riecht zwar oft etwas streng, aber es lohnt sich: Trampolinspringen, Arschbombe ins Bällebad machen und Schaumstoffburgen erklimmen. Mal ganz ehrlich: Du kannst 70 Jahre alt sein und wirst immer noch Spaß daran haben. Das innere Kind rauslassen ist gut für die Seele.

Knabbere an Knollen

Damit lassen sich tolle Gerichte kochen. Wintergemüse wird, seit Tomaten, Zucchini und Paprika auch im Dezember in den Supermarkt-Regalen liegen, leider arg unterschätzt. Dabei gibt es so viele verschiedene leckere Knollen: Rote Beete, Pastinaken, Topinambur… Sie sehen nicht nur toll aus und schmecken gut, sondern sind aufgrund ihrer Vital- und Mineralstoffe sehr nahrhaft. Also: Trommel deine WG zusammen, besucht einen schönen Hofladen oder Biomarkt und kocht mal was anderes als Tiefkühlpizza. Ist gesund und macht Spaß!

[Außerdem auf ze.tt: Diese 6 Gemüsesorten kennst du nicht – solltest du aber!]

… und einem fetten Stück Schokoladentorte

Während Wintergemüse dafür sorgt, dass du gesund bleibst, ist Schokolade Futter für die Seele – und das ist keine Floskel. Schokolade enthält nämlich Tryptophan, das im Körper in Serotonin – der sogenannte „Glücksbotenstoff“ – umgewandelt und ans Gehirn geschickt wird. ZACK! Das war’s für den Herbstblues. Und außerdem schmeckt Schokotorte nun mal verdammt gut.

Streich deine Wände: gelb, rosa, orange!

Helle, bunte Wände sind ideal, um deine Stimmung positiv zu beeinflussen. Wie wär’s zum Beispiel mit Orange? Das ist nämlich ein echter Stimmungsaufheller und gibt Selbstvertrauen. Oder Gelb, das soll sogar Depressionen vorbeugen. Rosa hingegen wirkt besänftigend und baut Aggressionen ab. Mut zur Farbe und so.

Verbünde dich mit Tieren

… denn sie haben dich lieb, wenn du sie lieb hast. Oder im Falle von Katzen: Wenn du ihnen Essen gibst. Haustiere sorgen dafür, dass du dich weniger einsam fühlst. Falls du kein Haustier hast: Biete dich als Hunde-Sitter*in an. Das hat den angenehmen Effekt, dass du raus kommst und es dein Kontostand aus dem roten Bereich schafft. Oder unterstütze Tierschutz-Vereine und werte dein Karma auf. Möglichkeit drei: Rette Straßentiere aus dem Süden und schenke ihnen ein neues Zuhause. Das sollte jedoch gut überlegt sein, denn ein Haustier ist kein Tamagotchi. Es lebt, hat Hunger und muss aufs Klo.

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Kündige Netflix!

Aus, Schluss, Ende mit Binge-Watching, Heulerei vorm Bildschirm und verschenkten Nächten. Die Streaming-Kündigung ist vielleicht der gemeinste und herausforderndste Tipp – ABER wahrscheinlich auch der nötigste. Denn der böse Bildschirm lässt dich nicht los, verwehrt dir Licht und Frischluft, die wichtig für die Genesung vom Herbstblues sind. Während Netflix dir (oft) sinnlose Dialoge, Action und Schnulzen ins Hirn klatscht, könnten viel schönere Dinge passieren. In Realität.


Achtung: In diesem Artikel geht es um saisonalen Trübsinn. Eine langanhaltende Depression ist eine ernstzunehmende, gravierende Krankheit und sollte behandelt werden. Dieser Text von Katarina auf Kleinerdrei zeigt dir, wie und wo du am Besten Hilfe finden kannst.