„Ihr seid alle Nazis!“ – das wolltet ihr euren Familien an Weihnachten sagen

Damit das Fest auch ja ein frohes ist, bleiben viele Probleme unausgesprochen. Bei uns habt ihr euren Herzen Luft gemacht und anonym verraten, was ihr euren Verwandten wirklich hättet sagen wollen.

Geheimnis

Was auch immer dir seit den Feiertagen auf der Seele liegt - hier kannst du es rauslassen. Anonym. © FemmeCurieuse / photocase.de

Die Feiertage sind (endlich) vorbei, niemand muss mehr krampf- und dauerhaft nett und höflich sein, nur, um die Harmonie zu wahren. In den meisten Familien gibt es Reibungen, Probleme und Konflikte, die im Hintergrund schwelen. Damit es an den Weihnachtsfeiertagen nicht eskaliert, reißen sich alle zusammen. Und das ist auch okay.

Allerdings ist es auch ziemlich anstrengend.

Denn irgendwann wollen Ärger, Schmerz und Frust einfach mal raus, ebenso Sorgen und Ängste. Auf der Plattform Tellonym habt ihr uns anonym geschrieben, was ihr euren Familienmitgliedern und Verwandten um Weihnachten rum gern gesagt hättet, wenn ihr so gekonnt hättet, wie ihr wolltet.

Und das hätten eure Familien wirklich von euch zu hören bekommen sollen:

29.12.2016 11:32 Uhr
„Liebe Familie,
Genetik ist verrückt. Als ich euch da alle so sah, war es für mich kaum vorstellbar, dass wir teilweise irgendwie miteinander verwandt sind. Ich hab euch alle gern, versteht mich nicht falsch, aber jedes Jahr kotzt ihr mich auf’s neue an. Ihr seid einfach alle hochgestochene Akademiker, die denken, sie könnten die Welt mit ihrem Medizinstudium retten. Kleine Info: Es gibt auch positiven Rassismus und ihr müsst nicht „alle schwarzen zivilisieren“. Liebe Verwandtschaft: habt eure Kinder lieb. Sie studieren für euch. Sie tun alles, um es euch recht zu machen und ihr setzt die Messlatte nur noch höher. Und liebe Familie, hört euch zu. Es wäre alles so viel einfacher, wenn ihr euch einfach einmal hinsetzen könntet und miteinander reden könntet, anstatt euch gegenseitig immer übertrumpfen zu wollen. Zu guter letzt: Omi, ich weiß dass dir das iPad Angst macht, aber versuch doch einfach deinen Schatten zu überwinden, anstatt die ganze Zeit eine neue Ausrede zu suchen, warum du jetzt nicht da dran kannst. Übrigens: ich rauche und hab 3 Tattoos.“

29.12.2016 11:25 Uhr
„Zu meiner Tante hätte ich gerne gesagt: Du bist nicht der Nabel der Welt. Hör auf dich und deine Meinung jedem aufzudrängen. Deine politischen Ansichten basieren auf Halbwahrheiten und die Welt ist nunmal komplexer. Es gibt keine Chemtrails. Es geht mir auf den Spirit, dass du jeden Scheiß glaubst, den du auf irgendeiner ominösen Seite gefunden hast. Und – nicht jeder steht darauf von deinem Trethupen abgeschlabbert und angerammelt zu werden. Und – nein, ich komme nicht nach der Arbeit vorbei, mein eigenes Sofa ist mir lieber. Such dir Bekannte, die dir Gesellschaft leisten, wenn dir langweilig ist…“

29.12.2016 11:23 Uhr
Ich hätte meinem Bruder gern gesagt, dass ich es total bescheuert finde, die Kinder mit Geschenken zu überhäufen.. aber für gemeinsame Unternehmungen ist kaum Zeit da!“

29.12.2016 08:55 Uhr
„Liebe Mama, lieber Papa!
Jedes Jahr komme ich zu Heiligabend zu euch und das tue ich sehr gerne, da ich das Weihnachtsfest bei euch liebe. Seit 32 Jahren sitze ich jedes Jahr mit euvh beseelt unter unserem Weihnachtsbaum. Aber ich wünsche mir ein, ein einziges Weihnachten einmal nur mit meiner Freundin, ohne das ihr enttäuscht seid und die Emotionskeule schwingt.
Außerdem wäre es schön, wenn ihr eure Kommentare bezüglich meiner Zukunftsplanung und Finanzverwaltung etwas zurückschrauben könntet, das würde viel Anspannung von mir nehmen.
In Liebe
euer Sohn“

29.12.2016 08:16 Uhr
Ich habe zwei Tage zuvor unser Baby verloren.“

29.12.2016 03:21 Uhr
„Dieses Weihnachten ist mir klar geworden, wie alt wir alle mittlerweile geworden sind. Einerseits bin ich froh, andererseits macht es mir Angst.“

29.12.2016 02:25 Uhr
„Du dumme, heuchlerische Kuh. Die AfD zu wählen ist eben keine Alternative. Genauso wenig wie die Tatsache, dass du deinem Single Sohn sagst es wäre für dich ein Problem, wenn er mit einem männlichen Partner bei dir ankäme.
Du hast die Fähigkeit alles, was einigermaßen rational denkende Menschen verabscheuen, in dir zu vereinen. Wow.
Grüße von deinen Nichten.“

29.12.2016 02:22 Uhr
„Ich hätte mich eigentlich gerne weinend in die Arme meiner Mama gelegt und ihr von meinem ersten richtigen Liebeskummer erzählt, anstatt mich komplett zu verschließen und meine schlechte Laune an ihr auszulassen. Tut mir leid, Mami.“

29.12.2016 02:04: Uhr
Mom, I’m gay.“

29.12.2016 01:15 Uhr
„Mama, ich find es wirklich gut, dass wir Weihnachten dieses Jahr ausfallen lassen haben. Nervt mich eh jedes Jahr.
Papa, wenn ich sage „Ich brauch Weihnachten nicht“, musst Du nicht versuchen, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Wieso auch? Weihnachten war vor eurer Scheidung nur Krieg und nun verbind ich damit einfach gar nix mehr – und mir geht’s gut damit. Da hab ich wenigstens ma ein paar Tage Ruhe, weil alle anderen beschäftigt sind.“

29.12.2016 01:13 Uhr
„Ich hätte also vor dem Psychologen mit meinen Problemen zu euch kommen sollen? Es verletzt euch, dass ich einen „Fremden“ eingeweiht habe? Und dann sagt ihr mir im selben Satz, dass meine Probleme keine sind und ich mich nicht so anstellen soll. DAS VERLETZT MICH! Aber das zählt für euch nicht.“

29.12.2016 01:08 Uhr
„Nein, ich werde nicht meine Klappe halten, wenn du über Flüchtlinge herziehst, wenn du dich stolz als AFD-Wähler hinstellst, wenn du mir sagst, dass du im Gegensatz zu mir alles richtig gemacht hast.
Dass ich dir Wiederworte gebe, macht dich wütend und auch aggressiv – besonders, da du mich als „untergeordnet“ siehst, denn ich bin eine Frau, deine Tochter und sollte nichts zu sagen haben.
Ich bin also die größte Enttäuschung deines Lebens? Warum soll ich dann immer wieder zu Feiertagen und Geburtstagsfeiern kommen? Warum besucht ihr mich? Warum tust du schon am nächsten Tag so als hätte unser Streit nicht stattgefunden?
Du bereust, dass du dein Leben für mich „geopfert“ hast? Ja, du hast das Geld verdient, aber du warst nie an uns interessiert. Du weißt nicht mal was ich studiert habe, Ich beruflich mache oder sonst irgend etwas über mich. Und ich werde mich nicht unglücklich machen, bei dem Versuch dich glücklich zu machen. Dich kann man nicht glücklich machen!
Und Mama… wie kannst du mit diesem Mann zusammen leben, dich von ihm schikanieren lassen, ihn dafür hinter seinem Rücken kritisieren und mir vor ihm dieselben Vorwürfe machen, die du mir sonst nicht machen würdest?“

28.12.2016 23:33 Uhr
„Es macht mich traurig, dass nicht mal der Besuch deines einzigen Enkels es schafft, Dich vom Trinken abzuhalten.(Dass Du es überhaupt die Treppe herunter geschafft hast. Du wirst fallen. Nicht mehr lange.) Dass Du bereits sternhagelvoll warst, als wir mittags ankamen, war nicht nur für das 250€ Roastbeef schade.(Was Du für einen Schwachsinn erzählt hast, Monsieur Le Cheffe.) Das du dann ruiniertest, um hinterher zu sagen, dass Du von so teurem Fleisch mehr erwartet hast. (Wie Du da am Tisch hingst, den Rotwein verschüttetest und gefressen…ja…gefressen hast.) Dass ich Angst hatte, dass Du gegen mich und das Baby in meinem Arm fallen könntest, weil Du uns ständig angetorkelt hast. (Ich weiß, was ich dann täte.) Alles traurig. Alles wie immer. Bleibt richtig scheiße.“

28.12.2016 23:21 Uhr
„Lieber Papa!
Es macht mich traurig, dass du an Dir selbst kaputt gehst, weil du Dir nicht eingestehen kannst, dass deine ‚Müdigkeit‘ in Wirklichkeit eine Depression ist. Auch die Flucht in den Alkoholkonsum ist dafür keine Lösung. Ich würde Dir das gerne sagen, aber wenn auch nur die kleinste Kritik an Dir geäußert wird, reagierst du pampig wie ein Kleinkind. Ich liebe Dich so sehr und das Ganze tut so weh. Bitte nimm Hilfe an!“

28.12.2016 22:41 Uhr
„An meine Großeltern: Es gibt abgesehen vom Wetter nichts, worüber ich mit Euch reden könnte. Oder worüber meine Eltern mit Euch reden können. Gar nichts. Aber Ihr seht das nicht, keiner von Euch. Oder vielleicht wollt Ihr es auch nicht sehen, dass es keinerlei gemeinsame Interessen gibt oder jemals gegeben hat. Stattdessen tischt Ihr uns jedes Jahr die gleichen langweiligen und nervigen Geschichten aus dem Jahre 19XX auf.
Darum gibts es alle Jahre wieder den Weihnachts-Spießrutenlauf und meine Eltern stimmen mir zu, dass sie es auch grauenhaft finden. Wir alle sehnen das Ende der Weihnachtstage bereits herbei, bevor sie überhaupt begonnen haben.
Ich bin inzwischen an dem Punkt, dass ich im nächsten Jahr an allen Weihnachtstagen arbeiten gehen will. Ich denke, sich um die Patienten zu kümmern ist für mich ein deutlicher besserer „Zeitvertreib“ über die Feiertage.“

28.12.2016 21:46 Uhr
Ja, ich arbeite mit Flüchtlingen. Und ich habe sogar einen unbefristeten Vertrag unterschrieben, weil ich meinen Job so sehr liebe. Hast du jetzt noch was zu sagen, du Rassist?“

28.12.2016 21:29 Uhr
„Es war wunderbar mit allen Menschen, die ich liebe.“

28.12.2016 20:41 Uhr
„Kleingroße Schwester, es tut mir in der Seele weh, dass wir erst geplant haben Weihnachten zu verbringen. Den einen Tag ich zu Euch, den anderen du zu mir. Endlich mal ein anderes Weihnachten, wo wir beide gleichberechtigt wären und dann streitest du die Woche vorher mit mir. Natürlich ist mir das zuviel geworden und ich habe auch “ F*** dich, ich mache nix mehr“ geschrieben. Aber da war der Vulkan eben explodiert. Daraufhin hast du dich direkt bis zum Neujahr verabschiedet. Vielleicht können wir im neuen Jahr unsere Probleme mal anders lösen? Du ohne Vorwürfe, ich ohne Explosion?“

28.12.2016 20:00 Uhr
Nur aus Liebe nehme ich die Socken jedes Jahr dankbar entgegen!“

28.12.2016 19:42 Uhr
„Es macht mir einfach nur Angst, wie Ihr über Flüchtlinge denkt. Das könnt Ihr immer wieder frisch auftischen. Meine Meinung ist Euch total egal. Ich habe Angst, was in Deutschland passiert. Wie ich mit meinem Leben klar komme, interessiert Euch dagegen gar nicht. Wie es um meine AD(HS)-Diagnose mit 30 Jahren geht ist euch auch scheißegal. Ihr lästert über Familienmitglieder, deren Leben Ihr nicht leben müsst. Wenn einer davon ab und zu zum Psychologen geht, weil meine Cousine einen Raubüberfall miterleben musste und den Tod des Vaters überstehen muss, habt ihr kein Respekt davor. Aber es interessiert Euch, ob die Familienmitglieder das Badezimmer ordentlich putzen. In meinen Augen seid Ihr in Wirklichkeit diejenigen, die mal eine ordentliche Therapie bräuchtet. Ich habe so die Nase voll von Euch und bin am überlegen den Kontakt einfach abzubrechen. Aber selbst dann würdet Ihr nicht überlegen, ob Ihr Fehler gemacht habt. Stattdessen würdet Ihr Euch genauso Bestätigung unter Euch suchen. IHR KOTZT MICH MANCHMAL ECHT AN.“

28.12.2016 19:00 Uhr
„Weihnachten setzt mich unter einen enormen psychischen und finanziellen Druck. Von mir aus müssten wir dem gesellschaftlichen Konsumzwang nicht folgen und könnten auch einfach so beieinander sitzen und uns Zeit, Worte und Gehör schenken.
Aber jedes Jahr aufs neue beginnt der Schw***vergleich der Geschenke und – ich kann mir nicht helfen – jedes Jahr aufs neue fühle ich mich beschissen dabei, weil ich keine fette Ausbeute zu erwarten habe. Weihnachten ist nicht das Fest der Liebe, sondern des Geldes, auch wenn ichs wirklich schöner und angenehmer fände, wenn es wirklich umgekehrt wäre.
Ich hasse den Materialismus. Als Familie, die weder Ober- noch Mittelschicht angehört, wäre es angenehmer nicht materialistisch zu sein, da wir so aufhören würden zu denken, dass uns etwas wichtiges fehlt. Ja, uns fehlt das Geld und die damit verbundene reale Sicherheit, aber es gibt auch Dinge, die haben wir immer, wie zum Beispiel gutes Essen, Trinken, dach über dem Kopf (auch wenns immer mal wieder in Gefahr ist).
Aber ich habe den Eindruck, dass in unserer Familie – mit nur einer Ausnahmeperson – der Wert der Beziehung durch den Geldwert des Geschenks ausgedrückt wird. Ich habs leider zu spät erkannt.
First World Problems, ich weiß, aber die fühlen sich durchs Relativieren trotzdem nicht leichter an.
Wir haben einfach alle einen Schaden, wie wir uns gegenseitig unnötig unter Druck setzen und uns bei egal was, wie in einem Wettberwerb, vergleichen.
Genau dieses Vergleichen macht mich unglücklich und wütend. Ich weiß, dass dieses Denken mich schädigt und trotzdem kann ichs dank langer Indoktrination nicht immer vermeiden.“

28.12.2016 18:25 Uhr
Nein Dad, ich bin nicht darüber erfreut, dass du eine Frau knallst, die zwei Jahre jünger ist als ich.“

28.12.2016 18:19 Uhr
„‚Warum muss das Baby immer im Mittelpunkt stehen. Es ist super süß, aber manchmal habe ich auch was wichtiges zu sagen.‘ Ich könnte es Ihnen niemals sagen, ich fühle mich so egoistisch und schlecht dabei, es nur zu denken.“

28.12.2016 18:17 Uhr
„Ihr seid alle verdammte Nazis!“

28.12.2016 18:17 Uhr
„Warum können wir nicht einfach die Macken des anderen akzeptieren, damit im Vordergrund steht, dass wir eine besinnliche und ruhige Zeit miteinander verbringen.“

28.12.2016 18:14 Uhr
„An Weihnachten verstehe ich, warum Menschen zu Alkolikern werden.“

28.12.2016 18:13: Uhr
„Ich komme nur zu Weihnachten nach Hause, damit du einmal im Jahr nicht allein bist.“

28.12.2016 18:12 Uhr
„Wenn ich sehe, wie ihr haust und höre, wie ihr redet, kann ich nicht glauben, dass ich zu euch gehöre.“

28.12.2016 18:10 Uhr
Ich verachte Menschen, die rechte Nachrichten lesen und die AfD unterstützen – aber du bist meine Mutter.“

28.12.2016 17:36 Uhr
„Liebe Cousine, irgendwann in den letzten 10 Jahren hab ich meinen Draht zu dir verloren. Einerseits kann ich dir so nicht mehr sagen, dass ich deine Anspruchshaltung und fixiertheit auf Geld und damit verbundenen „Gütern“ schrecklich finde … Außerdem würde ich dir so gerne sagen, dass du wieder sehr dünn geworden bist; dass du auf dich aufpassen musst.“

28.12.2016 17:29 Uhr
„Er ist die Liebe meines Lebens. & nur weil er nicht 0815 ist, sondern eine politische Meinung hat (im übrigen die gleiche wie ich) müsst ihr meinen Freund nicht ignorieren & hassen. Ihr solltet das mit mir ebenfalls tun!“

28.12.2016 17:29 Uhr
„Ich hätte Ihnen vermutlich mitgeteilt, dass sie etwas weiter denken müssen als sie es bisher machen. Sie leben ihr Leben mit ihrer Familie und ihrer Kultur, was ich niemals kritisieren würde. Sie leben auch alle ein erfülltes leben in ihren Augen aber meiner Meinung müssten sie sich der Welt etwas weiter öffnen. Sie sind nicht offen anderen Kulturen und Menschen gegenüber, jedoch bringt diese Erfahrung mal mit anders denkende zu reden/interagieren einen so viel weiter als immer nur die Dinge zu probieren die einem sicher erscheinen…. Ich liebe alle von meinen atzen aber sie müssten sich mal der Welt gegenüber öffnen. An den Leser. Sorry deine zeit geklaut zu haben und guten rutsch“

28.12.2016 17:06 Uhr
„Ich liebe euch über alles und ihr seid mir das Wichtigste auf der Welt. Danke für eure endlose Geduld und Unterstützung. Ihr seid die beste Familie, die man sich wünschen kann!“

28.12.2016 16:46 Uhr
Nein Mama,das Studium läuft scheiße und ich hab keine Motivation dafür.“

28.12.2016 16:44 Uhr
„Mittlerweile habe ich keine Lust mehr, Weihnachten mit euch verbringen zu müssen. So tun als wäre alles wie immer. Kein Konflikt. Ihr könnt mir tausendmal sagen, dass das Outing ja nichts ändert und ich immer Teil der Familie sein werde – dann handelt doch auch so! Vom Totschweigen und Themaignorieren werd ich jedenfalls auch nicht wieder die zuckersüße cis-Hete…“

28.12.2016 16:41 Uhr
„Nehmt Euch nicht so wichtig. Ihr seid ja die Wichtigsten für mich.“

28.12.2016 16:39 Uhr
Ich hätte meiner Familie gern gesagt, wie unglaublich es schmerzt, dass sie mich beim alten Namen nennen. Ich bin keine Frau mehr. Nächstes Jahr dürfte es dann auch alles so aussehen, sodass sie dann ENDLICH keine Ausreden mehr haben.“

28.12.2016 16:14 Uhr
„Papa, warum bist du nur so ein Grinch? Ich habe versucht deine miese Laune zu ignorieren, ärgere mich im Nachhinein aber immernoch über dein Verhalten an Heilig Abend. Oma ist halt dement! Sie ist nicht mit Absicht so huschig! Und ein Lächeln statt ein Schulterzucken über ein Geschenk ist doch wirklich nicht zu viel verlangt?!“

28.12.2016 16:12 Uhr
Ich fand jedes Geschenk schlecht. Aber ihr habt Geld dafür ausgegeben, also tu ich so als wärs okay und fasse sie nie wieder an. Wie kann man wirklich jedes Mal falsch liegen?“

28.12.2016 16:10 Uhr
„Besonders an Weihnachten musste ich merken, dass ich eich völlig egal bin und ihr wohl nur darauf wartet, dass er Schluss macht und ihr mich nicht mehr sehen müsst.“

28.12.2016 15:59 Uhr
„Mama, du wirst mit den Jahren immer toller. Dein Lachen immer ansteckender. Deine Selbstliebe immer stärker. Dein Humor immer alberner und deine Seele immer strahlender. Mama? Ich liebe dich und bin stolz daruf, deine Tochter zu sein.“

28.12.2016 15:56 Uhr
„Eigentlich hasse ich Weihnachten. Den ganzen Konsuterror die schlechte Doku das gespielte Glücklichsein. Jedes Jahr mehr Geschenke ihr seid verrückt. Viel zu viel zu essen und alles mit Fleisch.“

28.12.2016 15:55 Uhr
„Wenn ich sehe, wie du (fr)isst, wird mir kotzübel.“

28.12.2016 15:49 Uhr
Ich bin froher, dass es euch gibt, als mir lieb ist.“

28.12.2016 15:46 Uhr
„Wieso kann ich meine Schwester nie übertrumpfen? Wieso ist alles was sie macht immer gut und alles was ich mache niemals was Wert? Ich fühl mich so fremd in „unserer“ Familie, weiß nicht wie ich 19 Jahre hier verbringen konnte und trotzdem so anders sein kann als ihr alle.“

28.12.2016 15:45 Uhr
„Es tut mir weh, dass ich immer noch bei allem Rücksicht auf dich nehme so wie als Kind, weil du eben meine jüngere Schwester bist und es meine Pflicht ist. Es tut mir weh, dass ich Weihnachten freiwillig alleine verbringe, um dich nicht „abzufucken“. Am meisten tut es mir aber weh, dass du meine Beweggründe nicht kennst und mich für alles verurteilst.“

28.12.2016 15:44 Uhr
„Ja, ich bin immer noch Single und Nein, ich bin deswegen nicht alleine oder einsam. Und Mama, ob du auf die Frage, was ich denn immer machen würde, wenn meine Freunde am Wochenende was mit ihren Partner machen, eine ehrliche Antwort hättest haben wollen, weiß ich nicht. Denn es gibt da einen Mann in meinem Leben, aber mit dem schlafe ich nur!“

28.12.2016 15:43 Uhr
Jedes Jahr die gleichen politischen Themen. Jedes Jahr mit dem gleichen Resultat. Damn, I hate you all sometimes.“

28.12.2016 15:42 Uhr
„Ihr seid der Grund für meine Depression, von der ihr wahrscheinlich nichts wisst weil ich mich ja nur ‚wichtig machen‘ will wenn ich irgendwas erzähle. Die emotionale und geistige Enge dieser Familie macht mich im wahrsten Sinne krank. Mama und Papa, ihr habt mich über Jahre emotional dermaßen beschissen behandelt, dass ich einen Nervenzusammenbruch und fast 3 Jahre Therapie brauchte um im Leben halbwegs zurecht zu kommen! Wegen euch hab ich erst mit Mitte 20 gelernt was Selbstwert ist, und mit zu vielen Scheißtypen geschlafen um mir wenigstens irgendeinen Wert zuschreiben zu können. Danke dass ich weiß wie man bügelt und heimwerkt, psychische Stabilität und ein liebevolles Umfeld werden ja auch völlig überschätzt!!
Ich schäme mich für eure Kleingeistigkeit und Arroganz gegenüber Andersdenkenden, und für eure politische Stammtischparoleneinstellung. Ihr interessiert euch sei Jahren nicht mehr für mich, mein Leben, oder das was mir wichtig ist, erwartet dasselbe aber von mir. Ich sollte endlich anfangen ebenso auf euch zu scheißen. Lasst mich einfach in Ruhe. Ich bin fertig mit euch.“

28.12.2016 15:40 Uhr
„Einmal, bitte, endlich einmal, geht auf meine Bitten ein, die ich jedes Jahr vor Weihnachten äußere, auf die Ihr auch schon einmal eingegangen seid, nur um Weihnachten dann doch in Eurem Sinn zu gestalten.
Mutti, bitte, wenn Du einwilligst, dass es keinerlei Geschenke geben soll, dann schenke auch wirklich nichts.
Kinder, wenn Ihr Euch nur einmal im Jahr sehen müsst, lasst für die paar Stunden Euren stressigen Zickenkrieg ruhen. Ihr wisst, dass Ihr nicht kommen müsst. Wenn Ihr aus freien Stücken zur Weihnachtsfeier bei Oma und Opa erscheint, dann bitte nur noch, wenn Ihr Euch für ein paar Stunden zusammenreißen könnt.
Mutti und Vati, wenn Ihr einem Familienmitglied versprecht, dass wir an Weihnachten vegetarisch kochen dürfen, dann haut nicht plötzlich das Fleisch auf den Tisch, nur weil sich ein anderer Enkel kurzfristig zu Weihnachten einlädt, der Angst hat, einmal vegetarisch essen zu müssen.
Weihnachten habt Ihr mit uns zusammen geplant, mir, meinem Mann und meinen Kindern. Wochenlang wurde telefoniert und sich abgestimmt. Aber alles werft Ihr von jetzt auf gleich über den Haufen wegen einer Person, die sich das ganze Jahr sonst nicht um Euch kümmert, nur dann, wenn es Kohle gibt. Ist Euch doch vielleicht auch schon Mal aufgefallen, oder?
Ich habe von diesen traurigen Weihnachtsfeiern so die Schnauze voll. Jedes Jahr habe ich mir wieder einen Ruck gegeben, weil Ihr ja an Weihnachten nicht alleine sein sollt, aber jetzt ist Schluss. Ich will keinen Familienzusammenhalt mehr an Weihnachten. Ich bin alle vierzehn Tage für Euch da und fahre dafür 1.000 km hin und zurück. Aber mein Weihnachten gehört ab sofort nur noch meinem Mann und mir. Ich werde das Haus zu diesen Festtagen nicht mehr verlassen.
Ich werde die Weihnachten der letzten Jahre nie vergessen, weil ich jedes Mal danach unendlich gestresst und traurig war. Ihr werde auch keine brenzlige Stimmung und spitze Bemerkungen von irgendwem mehr ausgleichen und abpuffern. Ich kann jetzt nicht mehr.“

28.12.2016 15:32 Uhr
Nach dem Riesenkrach habe ich irgendwie zu meiner ganzen Familie den Bezug verloren. Ihr widert mich alle an. Ich verachte euch und will eigentlich mit 70 % von euch kaum etwas zu tun haben. Danke.“

28.12.2016 15:31 Uhr
„Liebe Mama, bitte komm bei Deinen Erzählungen zum Punkt, bitte nicht immer und immer wieder die selben Geschichten wie in den letzten 20 Jahren auftischen, bitte nicht dem Papa ins Wort fallen oder ihm gemeinerweise Schuldgefühle unterjubeln. Bitte mir und meinem Freund mehr Privatsphäre lassen, z. B. uns einfach mal für 10 Minuten zu zweit unterhalten, am Tisch oder auf dem Sofa sitzen lassen. Bitte endlich lernen, dass Deine Aussagen total unsachlich und extrem von Deiner persönlichen Meinung eingefäbrt sind.“

28.12.2016 15:29 Uhr
„Ich bin Atheist. Und während ihr mir ein gesegnetes neues Jahr wünscht, weiß ich, dass ihr nie wieder ein Wort mit mir sprechen würdet, vielleicht sogar schlimmeres, wenn ihr wüsstet was ich wirklich denke. Eure jahrelange Indoktrination hat letzten Endes den Kampf gegen meine Vernunft verloren. Ihr seid meine Familie und ich bin froh, wenn ich euch nicht mehr so oft sehe, denn ich bin lieber einsam als gefangen. Ich wünsche euch alles Gute ihr Menschen, deren Genen ich enstspringe. Ihr bedeutet mir viel, natürlich, aber ihr lasst mich nicht atmen und ich muss atmen, denn irgendwann werde ich aufhören damit und dann will ich mich nicht fragen wieso die Angst mein ganzes Leben bestimmt hat.“

28.12.2016 15:29 Uhr
Ich bin so anders, dass ich mich frage, wie ich so werden konnte, obwohl ich meine Kindheit bei Euch verbracht habe.“

28.12.2016 15:27 Uhr
„Was war das schön, dieses Jahr niemand von euch zu sehen oder hören!
Gleich mal arrangieren, daß ich nächstes Jahr wieder plausibel „nicht kann“.“

28.12.2016 15:14 Uhr
„Danke Mama, dass du wenigstens so tust, also würdest du an mich glauben. Auch wenn ich es selbst nicht mehr tue.“

28.12.2016 15:14 Uhr
So sehr ich Euch auch liebe: manchmal mag ich Euch zur Adoption freigeben…“

28.12.2016 15:14 Uhr
„Meinem Schwager hätte ich nur zu gerne klargemacht, dass der Bastard seiner lamentierend ruinierten On-Off-Beziehung zur Büromatratze, NICHT der Nabel der Welt ist.“

28.12.2016 15:12 Uhr
Ja, Mama, ich kiffe wirklich täglich und nein, Mama, ich bekomm mein Studium trotzdem auf die Reihe und ja, Mama, ich growe mir mein eigenes Gras und nein, Mana, ich bin trotzdem kein Junkie.“

28.12.2016 15:12 Uhr
„Während der Tisch derart voll bedeckt ist, mit einer Menge an Speisen, die niemand jemals aufessen kann – warum behauptet Ihr dann immer, es ginge Euch schlecht. Und warum auch immer dann, wenn es um geflohene Menschen geht.“

28.12.2016 15:06 Uhr
„Ich hätte meiner Familie gerne gesagt, dass ich stolz bin über die Wandlung, die sie bzgl. vieler Dinge hinbekommen hat. Wir mussten nicht über Ausländer streiten, sie haben extra für mich gekocht ohne mir Vorschriften über meine Ernährung zu machen und haben von sich selbst aus Bio-Eier und -Milch verwendet und gutes Fleisch gekauft, das nicht aus Massentierhaltung stammt. Das hätte ich in der Form nicht erwartet und bin ganz froh, dass sie das geschnallt haben – vielleicht ja sogar ohne meinen Einfluss (der jetzt sehr verzögert gewirkt hätte). Weil ich aber nicht überheblich wirken wollte, hab ich nichts gesagt.“

28.12.2016 15:06 Uhr
Hallooo Verwandtschaft, ich sitze auch mit am Tisch, ihr könnt ruhig auch MICH mal etwas fragen!“

28.12.2016 15:06
„Ich war das letzte halbe Jahr jedes Wochenende hier, jeden Urlaubstag, jede angebaute Überstunde, selbst meine Umzug habe unter der Woche nach Feierabend gemacht. Ich hab es gerne gemacht, nach deiner Operation. Aber ich kann nicht mehr. Wir haben uns nichts mehr zu sagen, und ich möchte einfach nur einen Tag im Bett verbringen und einen Weihnachtsfilm sehen. Allein. Bitte darf ich gehen..“

28.12.2016 15:00 Uhr
„Deine notgeilen Sprüche zwischen Gans und Nachtisch gehen mir richtig auf die Nerven. Ich will aus deinem Mund weder hören „Wie halten es eigentlich die japanischen Ehefrauen mit der Treue? Geht da was, wenn man sie abends an der Bar trifft?“, noch „Man hat herausgefunden, welche Penisgrösse Frauen bevorzugen. Beim One Night Stand eher gross, in Beziehungen eher normal.“ Ich bin deine Tochter und möchte zumindest einmal im Jahr einen Vater besuchen, der mich einfach nur danach fragt, wie es in der Arbeit läuft und den Weihnachtsbaum lobt.“

28.12.2016 14:56 Uhr
„Omg hört auf mit dieser künstlichen Freude wir halten uns doch sowieso nur wegen ausreichend Alkohol aus.“

28.12.2016 14:47 Uhr
„Lasst euch endlich scheiden. Wir wissen eh alle bescheid.“

28.12.2016 14:45 Uhr
Wenn ich sage ich bin satt, Oma, dann bin ich SATT!!!“

28.12.2016 14:37 Uhr
„Es wäre echt schön, wenn ihr wenigstens versuchen würdet mich zu verstehen. Tut ihr aber nicht. Darum ist Weihnachten immer ätzend für mich.“

28.12.2016 14:31 Uhr
„Lieber Onkel M.! Wenn du weiter so viel frisst, stirbst du an Herzverfettung. Aber trotzdem schön, dass es dir geschmeckt hat.“

28.12.2016 14:31 Uhr
Mein Vater nimmt mich als erwachsene Frau nicht ernst und belächelt mich und meine Lebensentscheidungen vor anderen, ohne dass er es merkt.“

28.12.2016 14:30
„Danke, dass ihr ausnahmsweise so nett zueinander gewesen seid. Es war fast ganz okay auszuhalten.“