Was man während des Studiums wirklich fürs Leben lernt

Die Zeit an der Uni soll Fachwissen vermitteln. Am Ende lernt man aber auch ganz andere Dinge, vor allem über sich selbst. Wir haben nach euren Lebenslektionen gefragt.

Lernen – aber nicht nur fürs Studium. © Stocksnap/CC0

Man geht in Vorlesungen, schreibt Hausarbeiten, hält Präsentationen und muss Prüfungen bestehen: Das Studium ist nur so gespickt mit Hürden, schließlich sollen die Studierenden etwas lernen. Aber mal ganz ehrlich: Die Zeit an der Uni lehrt doch noch viel mehr – oder sogar etwas ganz anderes – als Goethes Lebensdaten, den Unterschied zwischen erzählter Zeit und Erzählzeit oder den Satz von Fubini. Wir haben euch gefragt: Was habt ihr während des Studiums wirklich fürs Leben gelernt? Ihr habt uns anonym per Tellonym geantwortet.

„Dass Professoren auch nur Menschen sind – keine Götter!“

„Bloß nicht auffallen.“

„Dass der Blick über den Tellerrand gnadenlos unterschätzt wird.“

„Dass man auch mit wenig Geld gut leben kann und wie krankhaft unsere Sucht nach materiellen Dingen ist.“

Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.“

„Dass man Prüfungen mit einer 2 bestehen kann, obwohl man nie in der Lehrveranstaltung war.“

„Anbau und Direktvermarktung von Rauschgift.“

„Dass es nicht auf die Semesterzahl ankommt, dass man niemandem schuldig ist, möglichst schnell fertig zu werden, sondern: sich kennenlernen, frei sein, seinen Weg entdecken – das habe ich nach 9 Semestern Bachelor gelernt!“

„Dass man auf sich allein gestellt ist.“

„Es kochen alle nur mit Wasser, nur die Meisten geben es nicht zu!“

„Ich habe zwei Dinge gelernt. Erstens, dass echte Freundschaften unendlich viel wert und wichtiger als gute Noten sind. Zweitens, dass man in seinen Ansichten und Meinungen nicht zu festgefahren sein sollte, denn sonst verpasst man zu vieles.“

„Dass sich jede Person dreimal fragen sollte, ob sie/er anfangen möchte zu studieren.“

„Das Organisation alles ist und ich ohne diese untergehe und gar nichts mache.“

Dass mich morgens Rauchen müde macht.“

„Im Berufsleben kommt es zumindest für den Einstieg nicht auf tatsächliche Kenntnisse, sondern auf theoretische Qualifikation an.“

„Dass man mit 18 noch lange nicht erwachsen ist und dass es schön ist, Eltern zu haben, die einen lieben und auch aus der Ferne ein bisschen noch auf einen aufpassen.“

„Nicken, lächeln, A-loch denken.“